
Die ausgelasteten Montagearbeitsplätze – ausweislich von Überstunden und Samstagsarbeit – werden aus Brilon nach Polen verlagert. Vertrieb und Verwaltung in Brilon werden „konsolidiert“, das heißt im Klartext ausgedünnt, das heißt Entlassungen. Dem Standort Olsberg droht Schließung. Ein großer Teil der Belegschaft soll nach Brilon wechseln. Das erfuhren die Mitarbeiter(innen) überraschend diese Woche. Damit hatte die Geschäftsführung sie erneut vor „vollendete Tatsachen“ gestellt, ist aus dem Betriebsrat zu hören. Die Firmenleitung des Familienunternehmens nennt das „Neustrukturierung“ und „Unternehmensstrategie 2030“. Hört sich rein betriebswirtschaftlich an, was die langfristige heimliche Planung vertuscht.
Eine Unternehmenskultur des 19. Jahrhunderts wird praktiziert, die Mitwirkung und Zusammenarbeit und damit die Menschen nicht ernst nimmt. Der aufgrund der Vorgehensweise der Unternehmensleitung fassungslose Gewerkschaftler Kreutzmann fand gegenüber der Westfalenpost klare Worte: „Die Leute fühlen sich belogen und betrogen.“ (WP vom 6.11.2025)
