Das Angebot des Grafen von Spee, einen Ruhewald in Alme einzurichten, war in der Friedhofskommission und dann im Rat strittig – weniger wegen des Standortes als aus Kostengründen. Besonders der Fraktionsvorsitzende Fisch (CDU) machte deutlich: Uns geht Geld verloren, können wir selber, und forderte einen Ruhewald in Eigenregie. Bis auf Diekmann (CDU), der die neue Bestattungsform ablehnte und keine Änderung der „gewachsenen Friedhofskultur“ wollte, gab es keine grundsätzlichen Bedenken gegen eine Waldbestattung, die die Urnenbestattung auf den derzeitigen Friedhöfen unter Bäumen oder in einer Urnenwand (Kolumbarium) erweitert. Klassische Erdbestattungen mit Sarg werden in Deutschland nur noch von 20% der Angehörigen gewählt. Auch in Brilon verändert sich die Friedhofskultur.
So ist nun die Friedhofskommission auf der Suche nach einem optimalen städtischen Standort: möglichst ein stadtnaher Buchenwald oder auch Mischwald mit Parkplatz in der Nähe und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, ein Bet- und Versammlungsplatz, und alles nicht in zu starker Hanglage. Kein einfaches Unterfangen!







