Reiche auf Habecks Spuren
Erst forderte Wirtschaftsministerin Reiche ca. 40 neue Gaskraftwerke für die „Dunkelflaute“, wenn Photovoltaik und Windräder nicht genügend Strom produzieren, und beschäftigte so ihr Ministerium. Nach Diskussionen mit Fachleuten ist sie jetzt bei ca. 20 Gaskraftwerken, die von der EU gefördert werden, angekommen. Reiche Vorgänger Wirtschaftsminister Habeck wollte 2024 ca. 21 Gaskraftwerke bauen lassen, was die CDU/CSU als „zu teuer“ ablehnte.
Reiche: Atomkraft alternativlos
Jetzt fordert Reiche die Rückkehr zur Atomkraft, um den Grundlaststrombedarf zu decken. Das sei alternativlos. Reiche will Mini-Atomkraftwerke (sogenannte Small Modular Reactors) einführen, die in Stadtnähe platziert werden könnten. In einem abgelegenen Teil Sibiriens (auf einem Schiff) und in China sowie in Kanada (Baugenehmigung 2025, Kostenschätzung bisher 3,5 Mrd.) gibt es schon je ein Mini-AKW. Die Kosten für das neue konventionelle AKW Flamanville in Frankreich sind hingegen in der 17-jährigen Bauzeit von 3,3 Mrd. Euro auf 23,7 Mrd. Euro gestiegen. Reiche will die Gasabhängigkeit durch die Uranabhängigkeit ersetzen. Städte, die gerne so einen Reaktor in der Nähe haben wollen, haben sich noch nicht gemeldet. Ideen für Zwischenlager des Atommülls und für ein seit Jahrzehnten gesuchtes notwendiges Endlager hat Reiche nicht. Sogar die Energiewirtschaft (RWE) winkt ab: nicht wirtschaftlich, zu teuer.
Merz: Atomausstieg irreversibel
Reiche will „mitspielen“ bei dem Thema und hat bisher nur Mitspieler(innen) in der CSU-Landesgruppe gefunden. Merz lehnt ab: Atomausstieg irreversibel. Doch das Ministerium wird beschäftigt.
https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101195458/gas-abhaengigkeit-reiche-warnt-und-fordert-rueckkehr-zur-atomkraft.html?utm_source=firefox-newtab-de-de – eingesehen 3.4.2026
https://institutional.union-investment.de/themen-und-analysen/mini-atomkraftwerke-als-chance-f%C3%BCr-den-strom-mix – eingesehen 3.4.2026

