Beeinträchtigung des Gehweges an einigen Stellen
28 stattliche Bäume werden in 5 Tagen gefällt im Rahmen der Sanierung der Hubertusstraße (Kreisverkehr bis Friedhof), hieß es im Ausschuss für Planen und Bauen. Genauer: Viele Bäume seien nicht zu erhalten wegen Leitungen. Niemand fragte nach: Glasfaser-, Wasser- oder Gasleitungen; alte Leitungen oder neue Leitungen; viele Bäume oder alle? Seltsam, war man so beeindruckt durch die technischen Zeichnungen? Man hatte Verständnis wegen der an einigen Stellen durch die Baumwurzeln aufgebrochenen Teerdecken auf den Gehwegen. Menschen mit Rollator oder Kinderwagen mussten herhalten, da an diesen Stellen tatsächlich das Vorankommen erschwert ist.
Ortsbesichtigung nicht vorgesehen
Es ist doch selbstverständlich, dass diese wenigen Stellen beseitigt werden müssen – eventuell auch durch Fällung eines Baumes. Dafür muss ich doch nicht alle Bäume fällen auch da, wo überhaupt diesbezüglich keine Notwendigkeit besteht. Auf die Idee, sich das mal als Ausschuss genauer anzusehen, kam niemand. Auch nicht der örtliche CDU-Vertreter, der sich dort angeblich gut auskennt. Ach ja, in 5 Tagen sollte die Fällung ja auch schon losgehen, so die schlechte Planung. Für differenzierte und rechtzeitige Planungen gab es keine Fürsprecher(innen) – im Gegenteil: Ausschussvorsitzender Kürmann (CDU) machte Druck. Erst einmal dem Verwaltungsvorschlag zustimmen, dann kann ja noch geprüft werden. Das halte ich aber für leeres Gerede.
Übermorgen muss es schon losgehen
Für die gefällten 28 stattlichen Bäume sollen 23 kleine pflegeleichte gepflanzt werden und 5 zusätzlich im Friedhofsbereich. Das sah Wiese (SPD) aber nicht als hinreichenden Ausgleich an. „Das reicht nicht als Kompensation. Wir müssen an die Klimafolgeschäden denken.“
Ach ja, es soll auf einer Seite der Straße auch mit Piktogrammen ein Fahrradweg aufgezeichnet werden. Nicht wegen der Sicherheit für Fahrradfahrer(innen), sondern weil es sonst keine Fördermittel gibt.
Frühestens im Herbst kann abschnittsweise mit den Bauarbeiten begonnen werden. Gut, dass die Bäume schon mal jetzt wegkommen. Übermorgen, genauer: ab 23. Februar.
Ach ja, einstimmig beschlossen!

Nur diese prägnanten Bäume am Friedhof werden erst einmal stehen bleiben können.



