Wer ist KyonEnergy?
KyonEnergy ist 2024 von dem französischen Unternehmen TotalEnergies SE übernommen, sprich: aufgekauft worden. TotalEnergies SE beschäftigte sich historisch mit fossilen Energien, hat aber durch Übernahmen in Wind-, Solar und Batteriespeichertechnologie Kapazitäten entwickelt, die 2030 20% des Umsatzes ausmachen sollen. Ob dies erreicht werden kann, ist angesichts der Abgabebemühungen von Offshore-Windparks fraglich. Zielprojektion bei der Rendite liegt bei 12%.
Eins der beiden Felder mit Betonblöcken zur Abstützung der Batterie-Container am Umspannwerk bei Nehden:

Geschäftsmodell: Börsenspekulation
Bei einer Leistung von 100 Megawatt und einer Speicherkapazität von ca. 200 Megawattstunden (WP vom 9.6.2026) müssen auch entsprechende Netzausbaumaßnahmen vorgenommen werden. Dafür ist aber unser Stromverteiler „Westnetz“ zuständig. Angesichts der technischen Ausrichtung des Batterie-Speichers auf eine kurzfristige Ein- und Ausspeisung ist die Anlage als Ausgleich für etwas längere Zeiten einer Windflaute oder Bewölkung wenig geeignet. Wofür denn dann? So wie man an der Börse täglich mit Gold, Weizen, Schweinefleisch, Automarken, Stahl, Öl etc. spekulieren kann, ist dies auch mit Strom an spezifischen Börsen möglich. Das wird das Tagesgeschäft des Batteriespeichers sein, auf Preisschwankungen beim Strom kurzfristig zu reagieren und so Gewinn zu erzielen. Für „Westnetz“ und die dauernde Gewährleistung von Strom ist er also keine große Hilfe. Ein Termin für die Fertigstellung oder die Betriebsaufnahme ist nicht abzuschätzen.





