Nicht die Inhaber bzw. Eigentümer der Geschäftsimmobilien kümmern sich um das Leerstandsmanagement in der Innenstadt, sondern die Stadtverwaltung und die Ratsmitglieder sehen dies als freiwillige finanzielle und personelle Aufgabe. Im Hauptausschuss lag nun der Vorschlag vor, im Kernbereich – Bahnhofstraße und Marktnähe – Geschäfte, die nicht zum Bummeln und Shoppen anregen, von einer Förderung auszuschließen. Dazu sollten zählen (weitere) Abholgeschäfte, aber auch Barbershops und Vergnügungsstätten sowie Textildiscounter etc. Man will nur Geschäfte, die die Attraktivität der Innenstadt stärken. Die FDP fühlte sich gegängelt und wollte keinerlei Einschränkungen. Sofort wurde nach Erotikshops gefragt. Während der eine keine Konkurrenzgeschäfte wollte, forderte Hubertus Weber (SPD) mehr Konkurrenz: „Für ein Textilgeschäft kommt keiner.“
Allgemeinheit finanziert Geschäftshausbesitzer
Die Anregung von Frau Kruse (Die Linke), zuerst zu fragen, „für welche Bevölkerungsgruppe attraktiv machen“, blieb ungeklärt. Auch die Frage von Frau Loss (BBL), inwieweit sich die, denen man einen Mieter besorgt, doch an den Kosten beteiligt werden sollten, wurde nur von der Verwaltung beantwortet, die die Bestandsmieten erfragt hatte. „Die meisten bleiben bei der Miete“, hieß es. Dass bedeutet, dass nur die Allgemeinheit die Einnahmen der Vermieter garantiert. Doch das störte mehrheitlich nicht. Mit der befürchteten Haushaltssperre wären ungerechtfertigte Geschenke an Wohlhabende bald auch vorbei.
Siehe Blogeintrag vom 18.4.2026

