Missbrauchsstudie erschüttert – nicht nur Katholiken im Erzbistum Paderborn
Studie für den Zeitraum 1941-2002: fast 500 Fälle und 210 Täter bekannt, Dunkelfeld groß, Täter überwiegend in ländliche Gemeinden abgeschoben, Kardinäle sprechen von Einzelfällen. Monika Willer analysiert im Artikel „Vergottung muss aufhören“ (WP vom 13.3.2026), dass gerade in ländlichen Gemeinden ein Verehrungskult um Priester betrieben wurde, der begünstigte, dass Täter sich tarnen konnten.
Solange die Kirche insgesamt Unterwürfigkeit fördert, fehlt vielen Gläubigen und den Kardinälen der Mut zur permanenten Aufklärung. Willer schließt ihre Anklage mit einer für Katholiken nicht leicht zu beantwortenden Frage: „Wie kann man in einer Kirche bleiben, die sich so schwer damit tut, die Schwachen zu beschützen und die Täter von weiteren Taten abzuhalten?“ Nicht-Gläubige bzw. Anders-Gläubige haben es da leichter, eine Antwort zu finden.


