Vortrag aus Brandenburg beeindruckte
Gestern konnte man im Ausschuss für Forst, Umwelt und Landwirtschaft folgendes Szenario aus Brandenburg kennenlernen. Herr Schneider referierte auf Einladung des Forstchefs. Wildschweine übertragen ihren tödlichen Virus nicht nur über Blut und Sperma, sondern auch über infizierte Speiseabfälle – mit der Konsequenz, dass im Kerngebiet der Seuche alle Tiere getötet werden müssen, um die Ausbreitung zu verhindern. In diesen dann teuer umzäunten Gebieten ist dann weder Forstbetrieb noch Landwirtschaft und Tourismus mindestens für ein halbes Jahr möglich. Erst nach 5 Jahren waren auch die angrenzenden Gebiete nachweislich seuchenfrei.
SPD: rechtzeitig aktiv werden
Vor diesem Hintergrund wurde aus der SPD die Anregung des Vortragenden aufgegriffen, präventive Seuchenbekämpfungsmaßnahmen aufzugreifen, zu denen vorab auch die Reduzierung des jetzigen großen Wildschwein-Bestandes gehöre. Das fiel bei den Jägern in der CDU nicht auf fruchtbaren Boden. Ausschussvorsitzender Wiese (SPD) sah einen gewissen Nachholbedarf in der Erfassung des Wildbestandes.
Forstchef: Gemeinsamer Aktionsplan notwendig
Der Forstchef forderte einen Aktionsplan ein. Jäger, Pächter, Stadt, Veterinärbehörde, Landwirtschaft etc. sollten sich zusammensetzen und über Jagd, Zäune, Wildfallen, Entschädigungen etc. sprechen. Wir müssen uns vorbereiten, hieß es, um schnell gemeinsam handeln zu können. Olpe ist nicht weit. (Im Kreis Olpe ist die ASP schon nachgewiesen.)

