
Auf dem Weg nach Rixen: Vereiste Bäume

Bei der ehemaligen Jick-Jack-Mühle: aufmerksames Lama


Auf dem Weg nach Rixen: Vereiste Bäume

Bei der ehemaligen Jick-Jack-Mühle: aufmerksames Lama

Das nächste Treffen – bereits das 4. – ist schon bald: 18.2.2026, 19 Uhr, Mehrgenerationenhaus Leuchtturm, Heinrich-Jansen-Weg 3. Gast: Bundestagsabgeordnete Charlotte Neuhäuser.
Die Asiatische Hornisse ist 2004 aus China nach Deutschland mitgebracht worden und hat sich hier so ausgebreitet, dass sie als „etabliert“ gilt. Eine Meldepflicht besteht daher nicht mehr. Erkennbar ist sie an ihrem schwarzen Brustkorb und an den gelb gefärbten Füßen im Vergleich zur heimischen Europäischen Hornisse. Die Nester werden bis zu 80 cm groß und werden oft erst entdeckt, wenn im Herbst das Laub von den hohen Bäumen fällt. Sie stellt eine Gefahr für heimische Insekten und die Imkerei dar. Der NABU freut sich über jede Meldung aus Dokumentationsgründen. Dies und sehr viel mehr konnte man im Ausschuss für Forst, Umwelt und Landwirtschaft erfahren, dessen Vorsitzender Herr Wiese (SPD) den Referenten Herrn Jenke eingeladen hatte.
BBL: Artenschutz ernst nehmen
Zu Beginn der Sitzung im Ausschuss für Forst, Umwelt und Landwirtschaft beklagte Frau Kretzschmar (BBL), dass die Tagesordnung zu wenig aussagekräftig sei, da man sich so nicht konkret vorbereiten könne. Zudem beklagte sie, dass ihr Beitrag in der letzten Sitzung in dem Protokoll nicht sachgerecht wiedergegeben wurde: Sie setze sich für die Bekämpfung des Klimawandels und für verstärkten Artenschutz ein. Sie wünschte eine offenere Einstellung zu den schon ergriffenen ökologischen Maßnahmen und forderte den Ausschuss auf, sich die Flächen anzusehen, die der Forst umgestaltet habe. Der Ausschussvorsitzende Wiese (SPD) versprach, die Hinweise aufzugreifen.
Vortrag aus Brandenburg beeindruckte
Gestern konnte man im Ausschuss für Forst, Umwelt und Landwirtschaft folgendes Szenario aus Brandenburg kennenlernen. Herr Schneider referierte auf Einladung des Forstchefs. Wildschweine übertragen ihren tödlichen Virus nicht nur über Blut und Sperma, sondern auch über infizierte Speiseabfälle – mit der Konsequenz, dass im Kerngebiet der Seuche alle Tiere getötet werden müssen, um die Ausbreitung zu verhindern. In diesen dann teuer umzäunten Gebieten ist dann weder Forstbetrieb noch Landwirtschaft und Tourismus mindestens für ein halbes Jahr möglich. Erst nach 5 Jahren waren auch die angrenzenden Gebiete nachweislich seuchenfrei.
SPD: rechtzeitig aktiv werden
Vor diesem Hintergrund wurde aus der SPD die Anregung des Vortragenden aufgegriffen, präventive Seuchenbekämpfungsmaßnahmen aufzugreifen, zu denen vorab auch die Reduzierung des jetzigen großen Wildschwein-Bestandes gehöre. Das fiel bei den Jägern in der CDU nicht auf fruchtbaren Boden. Ausschussvorsitzender Wiese (SPD) sah einen gewissen Nachholbedarf in der Erfassung des Wildbestandes.
Forstchef: Gemeinsamer Aktionsplan notwendig
Der Forstchef forderte einen Aktionsplan ein. Jäger, Pächter, Stadt, Veterinärbehörde, Landwirtschaft etc. sollten sich zusammensetzen und über Jagd, Zäune, Wildfallen, Entschädigungen etc. sprechen. Wir müssen uns vorbereiten, hieß es, um schnell gemeinsam handeln zu können. Olpe ist nicht weit. (Im Kreis Olpe ist die ASP schon nachgewiesen.)
Folgende Formulierung halte ich für eine Andeutung von Diebstahl: „Greift der Staat den Bürgern noch tiefer in die Tasche?“ (WP vom 10.2.2026) Wer ist der Staat? Das sind doch die von den Bürgern gewählten Vertreter(innen).
WP ignoriert mit CDU Freibeträge
Wenn die Bürger(innen) nun mehr Kosten verursachen, weil sie z.B. länger leben, erwarte ich, dass unsere Vertreter(innen) das notwendige Geld organisieren. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die SPD hat sich nun entschlossen, dies durch Berücksichtigung von Mieteinnahmen und Kapitalerträgen bei der Finanzierung der Kranken- und Pflegekassen zu machen. Für einen wohlhabenden Bürger, der vielleicht Mieteinnahmen von 20.000 € im Jahr hat oder der 300.000 € sparen konnte und 9.000 € Zinsen erhält oder der für 150.000 € Aktien besitzt und nun zufällig Erträge von 15.000 € hat, entstehen keine weiteren Abgaben aufgrund der Freibeträge. Es sollen doch nur die etwas belastet werden, die reichlich haben. Das ist besser, da sozialer, meine ich, als die Zahnarztkosten den abhängig Beschäftigten aufzubürden, wie sich das die CDU vorstellt.
Extrem Reiche belasten
3.000 Familien, die zur Stiftung Familienunternehmen gehören, haben in Deutschland ein Vermögen von über 100 Millionen €. Viele haben dafür nichts geleistet, sondern es geerbt. Sie zahlen prozentual weniger Abgaben als viele Mittelschichtsangehörige oder Kleinverdiener. Das ist kaum solidarisch. Polemisch könnte man sagen: Es ist genug Geld da, doch in den falschen Händen.
Der Unternehmerflügel der CDU forderte unter dem Schlagwort „Lifestyle-Freizeit“ eine Einschränkung der Teilzeitarbeit (besonders von Frauen). Nach dem Aufschrei aus den Medien mit Verweis auf persönliche, gesundheitliche und/oder organisatorische Gründe für Teilzeitarbeit, hieß es, dass die Unternehmer(innen) offensichtlich weltfremd seien und die Lebensverhältnisse der Arbeitnehmer(innen) nicht kennen würden. Jetzt tauschte man für den Parteitag daher den Begriff aus: Man will Teilzeitansprüche „ordnen“. Ohne an die Landtagswahlen zu denken, legten die Unternehmer(innen) nach. Sie fordern, dass die Arbeitnehmer(innen) Zahnarztleistungen in Zukunft privat bezahlen sollen. Damit man die Unternehmer(innen) am Zahnersatz erkennen kann?
Auch Beamte distanzieren sich
Brilons CDU-Chef Fisch distanzierte sich in der WP vom 4.2.2026 von der Einschränkung der Teilzeitarbeit. Er hielt die Diskussion für „dummes Zeug“ und sagte: „Ich weiß nicht, wie man auf so einen Quatsch kommt.“ Für ihn ist Teilzeit eine „persönliche Lebensentscheidung“.
In 2 m Entfernung vom Hallenbad ist ein stattlicher Baum von ca. 80 cm Durchmesser verschwunden (viermal Brillenetui und etwas). Die Schnittstelle lässt erkennen, dass es ein gesunder Baum gewesen ist. Vielleicht wollte man einfach mal nachsehen, ob das auch stimmt. Schade. Ob das der Umweltausschuss weiß? Ach ja, vielleicht stand der Baum gar nicht unter Schutz!

Die Stadt des Waldes verliert nach und nach ihre alten Bäume. In der Nähe waren es zuletzt in der Kirchenstraße auf dem zukünftigen Neubaugelände zwei prächtige Kastanien-Bäume, die zwar nicht die Kastanien suchenden Kinder, sondern das geplante voluminöse Bauvorhaben störten.
In der Ratssitzung sprach Frau Loos (BBL) bei den Haushaltsberatungen auch einen Pressebericht an, der einen falschen Eindruck vom Krankenhaus vermitteln würde, da es dort geheißen habe, dass Gewinn erzielt werden würde.
Was stand am 17.1.26 überraschend in der WP? Dort freute man sich über eine NRW-Förderung von 27,6 Mio. € an das Krankenhaus und breitete aus, was damit alles gemacht werden soll. In diesem Zusammenhang wurde vom Geschäftsführer René Thiemann und dem Personalleiter Ludger Weber über Gewinne erzählt: konkret 2019 300.000 € und 2020 1,2 Mio. €. Leider wurde nichts erzählt von den jährlichen städtischen Unterstützungen, die die Bürger(innen) der Stadt aufgebracht und die dies Ergebnis so ermöglicht haben. Es wurde im Zeitungsartikel auch nichts erzählt zu den Folgejahren, was eigentlich doch nahe gelegen hätte.
Es blieb diesbezüglich auch ruhig bei allen anderen Ratsmitgliedern. An das Thema wollte niemand heran. Nur Weber SPD) sagte: „Wir waren noch nie auf so einem guten Weg.“ Und die Unterstützung fällt 2026 aus?
In der gestrigen Ratssitzung wurde der Haushalt 2026 verabschiedet, der nach kleineren Korrekturen mit 6,84 Mio. Schulden verabschiedet wurde. Aufgrund der Diskussionen in den Fraktionen wurde folgende Änderungsanträge gestellt:
CDU: keine, SPD: keine, FDP: keine, Linke: keine, BBL: 10 – und zwar zu folgenden Themen:
1. „Intelligente “ Wegebeleuchtung
2. Stadtplanung (zum Klima und für verschiedene Bevölkerungsgruppen)
3. Radverkehrskonzept
4. Klimaschutzbeauftragten (1/2 Stelle)
5. Sanierung der Scharfenberger Kita – kein Neubau
6. Kommunale Wärmeplanung
7. Keine Einführung einer Bezahlkarte
8. Erhöhung des Gewerbesteuererhebungssatzes von 434 auf 439: Mehreinnahmen ca. 390.000 €
9. Weiternutzung des Gebäudes der ehemaligen Martin-Luther-Schule
10. Weiterentwicklung des Spielplankonzeptes
Bürgermeister Bartsch (SPD) sprach von „durchaus berechtigten Anträgen“, von Dingen, die teilweise schon angefangen wurden. Man einigte sich wegen der Kurzfristigkeit der Einreichung auf eine Überweisung in die jeweiligen Fachausschüsse.