Auch das Bestattungswesen ist mit veränderten gesellschaftlichen Vorstellungen konfrontiert. Die Zahl der Urnenbestattungen hat erheblich zugenommen – auch in Brilon auf ca. 80%. Angesichts der Mobilität in der Arbeitswelt und der geringeren Kinderzahl ist auch die Grabpflege zu einem Problem geworden. Die Waldbestattung wird daher zunehmend als Alternative gesehen. Dem will die Stadtverwaltung entsprechen und hat vorgeschlagen, das Waldgebiet Zum Beerenscheid in Alme für Bestattungen auszuweisen.
Während im Ruhewald die biologisch abbaubaren Urnen nicht nur an Bäumen, sondern auch an Baumstümpfen oder an Felsen vergraben werden dürfen, sieht ein FriedWald (= Geschäftsmarke) dies nur an Einzel-, Familien oder Gemeinschaftsbäumen vor. Das Verwaltungs-Konzept umfasst sinnvoller Weise einen Andachtsplatz, einen Beratungsraum sowie eine Informationsfläche, aber auch Sanitäranlagen. (WP vom 21.5.26) Abgesehen davon, dass das Geld für derartige umfangreiche Investitionen knapp ist, ist der Zugang nur über einen längeren steilen Weg möglich, der besonders ältere Menschen abschrecken wird, wenn sie auf den Linienbus angewiesen sind. Wäre das dann eine weitere Aufgabe für den Briloner Bürgerbus? Oder sollte man sich noch einmal nach zugänglicheren Alternativen zum Graf Spee`schen Grundstück umsehen?
Der Besuch der 15 städtischen Friedhöfe wird so oder so etwas sinken, da mit der Urnenbestattung auch die regelmäßige Grabpflege entfällt.

