Allgemeinheit unterstützt Eigenheimbesitzer, deren Grundstücke mit Blei verseucht sind. Grob kosten die Erdabtragungen und der anschließende Ersatz bei den 40 am stärksten Betroffenen (mehr als 5.000 mg/kg Erde) durchschnittlich 50.000 € – in Abhängigkeit von Fläche, Zugang zum Grundstück etc. Jetzt hat der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung sowie Bodenschutz (AAV) bekannt gegeben, dass er zuständig für die Projektsteuerung bei allen betroffenen Eigentümern ist. 80% der Kosten übernimmt das Land, 10% der HSK und 10% die Stadt Brilon. Für Brilon wären das ca. 200.000 € plus ca. 30.000 €, weil sich die Kreisumlage erhöht. (Der Kreis kann locker Geschenke verteilen, da er das Geld von den Kommunen zurückerhält.) Angesichts der schwierigen städtischen Kassenlage wird sich die Begeisterung beim Kämmerer in Grenzen halten. Doch es geht um gesundheitliche Vorsorge.
Eigenbeteiligung: Gartenneuanlage
Die Grundstückseigentümer werden an den Kosten der Sanierung nicht beteiligt, aber sie müssen die anschließende Gestaltung ihres Gartens übernehmen: Gras sähen, Büsche und Bäume pflanzen, Blumenbeete wieder anlegen. Der Beginn des Bodenaustausches wird sicher nicht in den nächsten Tagen erfolgen. Erst muss alles vertraglich zwischen den Kosten-Beteiligten geregelt werden, dann erfolgen die Ausschreibungen für die Firmen durch den AAV, dann die Auftragsvergaben. Wann die Firmen dann Zeit haben für die Arbeiten, wird sich zeigen. Sicher ist, dass dann bald der Winter kommt.



