Auf die Demokraten kommt es an!
Kürzlich im Fernsehen zu sehen. Ein Mann, der in einer langen Schlange steht, um ein Autogramm zu erhalten oder ein Selfie zu machen mit dem Spitzenkandidat Siegmund der AfD in Sachsen-Anhalt. Der Reporter fragt nach dem Wahlprogramm und weist auf Umsetzungsprobleme hin. Kurze Antwort: Interessiert mich nicht. Eine Frau wird auch angesprochen, warum sie AfD unterstützt bzw. wählt. Keine Antwort aus dem AfD-Programm, sondern: Für eine glückliche Zukunft meiner Kinder.
Siegmund redete viel zum Publikum, sagte aber wenig Konkretes außer: Wir sind eine Gemeinschaft, mit Armen und Reichen, mit Arbeitern und Angestellten und Selbständigen. Viel Jubel!
Auch wenn viele Wähler(innen) das Programm nicht interessiert, muss man davon ausgehen, dass nach der Wahl die AfD die absolute Mehrheit hat und den Ministerpräsidenten stellt in dem sehr kleinen Bundesland Sachsen-Anhalt. Viele geforderte Maßnahmen sind gar nicht oder nur teilweise umsetzbar. Für mich ist eher die Frage, wie sich die Mitarbeiter(innen) des Verfassungsschutzes, der Polizei, des Bildungswesens, der Kulturlandschaft, der staatlichen Behörden verhalten, wenn Beförderungen anstehen, Versetzungen erfolgen, Aufgabenbeschreibungen verändert werden, wenn autoritäre Visionen umgesetzt werden sollen. Mitmachen oder verweigern? Das Problem ist die Zustimmung zu Teilen des AfD-Programms, was die Entscheidung erschwert. Das war schon 1933 so.


