Im Artikel „Wasserknappheit nach Dürre“ machte sich die WP vom 27.8.2026 Sorgen um die Lage im Altkreis und befragte Stadtverwaltungen. Zu Brilon war zu lesen: Im Juli hatten die Marsberger Stadtwerke Brilon mit Wasserlieferungen unterstützt aufgrund des Bedarfs in Brilon. Brilon selber erzählte von einer „angespannten Situation bei Grund- und Oberflächenwasser“. „Eine uneingeschränkte Versorgung“ könne aus dem Trinkwassernetz nicht bereitgestellt werden. Die Wasserabgabe in den letzten Wochen liege 40-50% über dem Jahresmittelwert. Das ist aber nicht so interessant. Eher möchte man wissen, wieviel höher war der Verbrauch gegenüber anderen Sommern, so dass man schon Unterstützung aus Marsberg benötigte. Und grundsätzlich: Hat das Wasserwerk, hat die Stadtverwaltung, hat der Rat eigentlich Vorsorge getroffen in unserer wasserreichen Stadt?
Wo sind unsere Wasservorräte geblieben?
Ein Rundblick zurück zu möglichen Quellen: Scharfenberger Gebiete fallen aus, weil ein Teil der Felder vergiftet ist durch Auftrag von verseuchtem Klärschlamm. Altenbürener Flächen fielen aus, weil sie mit der Planung der A 46 und nun B7n nicht vereinbar waren. Das Wassergebiet im Briloner Süden wurde für prächtige Bauten und intensive Landwirtschaft aufgegeben. Die Weiße Frau im Einzugsbereich Rösenbeck/Messinghausen war abgängig und litt unter den Waldschäden durch Kyrill. Die großen Vorräte in Alme wurden teilweise an den Aabachtalsperrenverband abgegeben. Es bleibt somit ein Wasserrest aus Alme und die Brilon-Walder Schmala für die Versorgung der Briloner Einwohnerschaft und die hiesige Industrie. Kein Wunder, dass man aus Marsberg Wasser benötigte. Doch wie sieht die Planung für die nächsten Jahre aus, falls es doch wärmer werden sollte. Ein langfristiges Konzept ist nicht zu erkennen. Da reicht ein Appell, mit Trink- und Brauchwasser sparsam umzugehen, nicht.


