Drastische Erhöhung der Kreisumlage marginal verringert
1,06 Mio. € werden im defizitären Haushalt des HSK 2026 aber nicht gespart, sondern zusätzlich aus den Rücklagen genommen. So einfach machten es sich die „Schwarz-Gelben“, so WP vom 28.3.2026 bei der Verabschiedung des Haushalts. Jetzt erhält der Kreis von den 12 Kommunen „nur noch“ 200,7 Mio. Euro, das aber eine Erhöhung um ca. 10% darstellt. Wenn man erst jetzt für die Zukunft feststellt, wie der CDU-Fraktionschef Tillmann vage formuliert: „Nicht alles, was sinnvoll und wünschenswert ist, ist auch noch leistbar“, lässt sich Sparwille, um die Kommunen nicht noch stärker zu belasten, kaum erkennen.
Kommunen drohen 2027 weitere drastische Erhöhungen
Jetzt weiß man aber schon, dass es 2027 eine noch deutlichere Erhöhung der Kreisumlage geben wird. Mit schönen Worten wurde der schlechte Ausblick verkleistert, indem Tillmann über zukünftige Prioritäten sprach: 100 Mio. Euro für gute Bildung (vielleicht reichen auch 80 Mio. für Gebäude, wichtiger sind gute Lehrer), Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern (sehr vage!), gute Gesundheitsversorgung (das Gesundheitsamt ist seit Corona personell schon kräftig aufgebläht worden), Kreisverwaltung zum echten Dienstleister der Bürger machen (endlich!) Während die Personalaufwendungen 2024 bei 61,3 Mio. € lagen und für 2025 mit 69 Mio. angesetzt waren, geht man für 2026 von 76,8 Mio. € aus: deutlich über den Gehaltserhöhungen. Ausweislich der mittelfristigen Finanzplanung soll eventuell frühestens ab 2027 gespart werden. Ein schwerer Einstieg für den neuen Landrat, der schon für 2026 von „Millionen-Keule“ sprach. Heißt es für ihn doch nun: Nicht weitermachen, sondern alles überprüfen.

