Vorgeschichte: 10 Standorte in Alme geprüft
Unbestritten war, dass Alme ein moderneres Feuerwehrhaus benötigt, um den Anforderungen an einen schnellen und effektiven Brandschutz zu genügen. Seit vier Jahren untersucht die Stadtverwaltung diverse Standorte in Alme, die diesen Anforderungen genügen könnten. Doch wenn mal ein Standort passte, wollte der Besitzer das Grundstück nicht abgeben bzw. forderte astronomische Preise. Letztendlich war die Verwaltung nun im Bereich des alten Bahnhofs parallel zur Bahnstrecke fündig geworden und hatte von drei möglichen Bauvarianten die günstigste ausgewählt.
Unstrukturierte chaotische Diskussion nach Ortsbesichtigung
Der Ausschuss für Planen und Bauen hatte sich mit einigen informierten Bürger(inne)n das Gelände nun angesehen und ca. 35 von ihnen kamen auch zur Sitzung im Kolpinghaus, wo über den Standort entschieden werden sollte. Bauamtschef Bange erläuterte einige notwendige Voraussetzungen des Standortes: verkehrsgünstig gelegen, Einfahrt getrennt von Parkplätzen, Lärmschutz. Mit der Aufforderung des Vorsitzenden Kürmann (CDU), nun zu diskutieren, nahm das Chaos seinen Anfang. Hilkenbach (CDU) fragte: Nur diskutieren oder auch beschließen wie in der Verwaltungsvorlage? Wiese (SPD) fragte nach der fehlenden Beachtung der Reaktivierung der Brilon-Paderborn- Bahnstrecke im Rahmen der Verkehrswende. Plötzlich ging es auch um Altlasten des Geländes. Für die Verwaltung war dies einfach zu lösen: 60 cm ausschachten oder „Deckel drauf“ = Betonfläche. Dann machte sich Diekmann (CDU) stark für Handwerksbetriebe, die in der Expansion nicht eingeschränkt werden dürften. Bange klärte auf, dass die benachbarte Schreinerei aufgrund der Lärmbelästigung nicht expandieren dürfte. Dem anwesenden Feuerwehrchef war egal, ob auf der grünen Wiese oder am ausgesuchten Standort, Hauptsache endlich Baubeginn. Aber er wolle dann doch am 20.3. erst noch mit seinen Kollegen sprechen. Das führte bei Schneymann (CDU) zur Forderung: Wenn die Feuerwehrleute gefragt werden, dann muss auch eine Bürgerinformation stattfinden. (Kurzfassung einer über 2-stündigen Diskussion.)
Ohne offizielle Bürgerinformation?
Ausschussvorsitzender Kürmann (CDU), der die Stimmung der anwesenden Bürger(innen) bei der Besichtigung „aufgesogen“ haben wollte, legte dann einfach königlich fest: Heute kein Beschluss, warten ab, was Feuerwehr sagt, dann Beschluss im Rat. Und wo bleibt die Bürgerinformationsveranstaltung?
Ach ja, vor dem Ausbau der kleinen Nikolaistraße gab es eine Bürgerversammlung zur Information, nach dem Ausbau soll es eine Bürgerversammlung geben, wo entschieden werden soll, ob die Straße als Einbahnstraße ausgewiesen wird.jeder will es nicht vor seiner Haustür
