Nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz erhält der Stadthaushalt in Brilon ca. 30.000 € für den eingespeisten Strom pro Jahr pro Windrad. Gelegentlich profitieren auch Anlieger und Vereine. Doch ein Großteil des Firmengewinns fließt an ortsfremde Investoren. Das will Winterberg jetzt ändern – und könnte Brilon Denkanstöße geben.
Gründung einer „Bürgerenergiegenossenschaft“, an der sich Anwohner, Betriebe und jede(r) in Brilon gemeldete Bürger(in) beteiligen können – mit mindestens 500 €. Gedacht wie ein Aktie – nicht ohne Risiko z.B. wenn es um Netzeinspeisung geht.
Eine „Bürgerenergiestiftung“ soll die städtischen Einnahmen durch ein Windrad verteilen an Projekte vor Ort. Derzeit verteilt das der Rat über den Haushalt.
Der „Strombonus“ für örtlichen Strom soll als Gutschein ausgezahlt werden, der nur im örtlichen Handel eingelöst werden kann. Klappt nur, wenn der örtliche Strom nicht teurer ist.
Der „Unternehmerstrom“, mit dem Betriebe direkt versorgt werden. Lohnt sich nur für den Betrieb, wenn der Strom billiger ist.
Details sollen in einem Bürgerdialog diskutiert werden. Gute Idee, doch man muss zügig entscheiden, da viele Windräder schon genehmigt sind und für ältere Windräder bald Repowering, also Vergrößerung ansteht.
WP vom 18.4.2026
