Haushaltsentwurf für 2027 eingebracht
Bürgermeister Bartsch machte in der letzten Ratssitzung bei der Einbringung des Sparhaushalts für 2027 deutlich, dass dieser in allen Fachabteilungen durch „Konzentration auf das Notwendige“ erstritten wurde. Er wolle die gute Stimmung in Brilon erhalten, doch müssten besonders die freiwilligen Aufgaben überprüft werden. Auch die Tochterunternehmen Stadtwerke, Krankenhaus und BrilonWirtschaft&Touristik sollen Sparbeiträge leisten.
Kämmerer Heers geht für 2027 von einer Ertragssteigerung von 5 Mio. Euro aus, so dass 94 Mio. Einnahmen erreicht werden. Brilon liegt mit dem Steueraufkommen von 2242 Euro/Einwohner im Jahr in NRW immerhin auf Platz 28 (Durchschnitt NRW 1785 Euro, HSK 1767 Euro). Doch auch die Aufwendungen werden steigen zwar nur um ca. 3,8 Mio., doch wird zusätzlich eine Steigerung der Kreisumlage um ca. 2,7 Mio. erwartet. Auf eine denkbare Gewerbesteuererhöhung soll aber verzichtet werden.
Keine leichte Aufgabe für Ratsmitglieder
Jetzt gehen die detaillierten Verwaltungsvorschläge den Ratsfraktionen zur Beurteilung zu – mit seiner Bitte zu prüfen, was noch gestrichen oder gekürzt werden kann/sollte. Sonst schränken die Kapitaldienste den Handlungsspielraum in der Zukunft noch stärker ein.
Jetzt sind die Ratsmitglieder gefordert, hunderte Seiten mit Zahlen zu durchforsten und nachvollziehbare Einsparungen zu Gunsten des Gemeinwohls zu benennen. Damit macht sich keine Freunde, aber man arbeitet für die Zukunft und die nächste Generation. Dafür sind sie gewählt!
