Das Bündnis hat auf der gestrigen Sitzung folgende Aktivitäten festgelegt:
5.1.2026 19 Uhr Aktion im Cineplex: „Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf“. Dokumentarfilm Film über den kürzlich verstorbenen Holocaust-Überlebenden, seinen Kampf gegen Schweigen und Vergessen.
8.11.2026 Stolpersteine putzen, Treffen um 15.30 Uhr auf dem Marktplatz, dann Strackestr., Derkere Mauer und Kirchenstraße
9.11.2026 Gedenkgang an die Reichspogromnacht, Treffen 19 Uhr am Jüdischen Friedhof, zur Ausstellung im Rathaus, Abschluss am Gedenkplatz an die ehemalige Synagoge
19.11.2026 ab 19 Uhr offener Stammtisch im Puzzels: Austausch, Idee, Mitmachen!
25.11.2026 17.30 Uhr im Rathaus-Foyer: Lesung zur Neuerscheinung der dokumentarischen Darstellung des entscheidenden Jahres der Machtübergabe an die NSDAP „Der Winter der Demokratie. Brilon 1933“ (Verf. H.-G. Bracht)
17.12.2026 Mitgliederversammlung des Fördervereins im Kurparkhotel
Geburtstag
Vor einem Jahr gegründet. Am Anfang stand die Info Warum ein Blog mit dem Schwerpunkt Briloner Kommunalpolitik?
Meine Beteiligung an der hiesigen Medienlandschaft war für viele Ratsmitglieder überraschend, doch schnell kam es zu einem Gewöhnungseffekt. Man gehört jetzt neben der WP dazu. Man sitzt an einem wackeligen Tisch und darf nur am sog. öffentlichen Teil anwesend sein, obwohl man ja neugierig ist, was so im nicht-öffentlichen Teil verhandelt wird. Ich sehe meine Aufgabe als Ehrenamt ohne materielle Entschädigung. Ich verzichte auch auf die zur Verfügung gestellten Getränke. Das war schon zwischen 1982-1996 so, als ich als Redakteur für „das blatt“, der damaligen Alternativzeitung, an allen öffentlichen Sitzungen teilnahm, die damals noch im Bürgersaal des Rathauses stattfanden.
Auf ein weiteres Jahr!
Tanzperformance DIE WEISSE ROSE
Am 9.11. um 17.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche
Brilon Kultour lädt alle Interessierten zur Tanzperformance DIE WEISSE ROSE von und mit Karina Vormweg ein. Das Stück versetzt das Publikum nach München, Stadelheim 1943. Es sind die letzten Stunden vor der Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl, Mitglieder der Widerstandsbewegung „Die weiße Rose“, die Flugblätter gegen Hitler und sein Regime verteilt haben. Bis heute sind die Geschwister Scholl Vorbild für Mut, Zivilcourage, Freiheit und Menschlichkeit. In dieser Grenzsituation ihres Lebens geht es um ihre Gefühle, Sorgen und Gedanken kurz vor ihrem Tod, die einfühlsam und ausdrucksvoll vertanzt werden. Es sind Tagebuchaufzeichnungen, Texte und Gedichte, die in dieser gleichnamigen Oper von Udo Zimmermann, ihre Lage widerspiegeln.
Text nach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadt Brilon
Bildrechte: Karina Vormweg
Fotografin: Karina Vormweg
#gegendasvergessen
Gedenken an die Pogromnacht und an jüdisches Leben in Deutschland
Am Montag, 09.11., wird wieder eine Gedenkfeier anlässlich der Reichspogromnacht veranstaltet. Sie soll an die Vertreibung, Deportierung und Ermordung unserer jüdischen Nachbarn erinnern. Gemeinsam soll ein Zeichen für Frieden, gegen jegliche Gewalt und gegen das Vergessen gesetzt werden.
Beginn ist um 19.00 Uhr am alten jüdischen Friedhof, im Derkerborn oberhalb der Grundschule St. Engelbert und anschließend durch die Straßen Brilons bis zum Mahnmal am Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge am Armengraben, jetzt Kreuziger Mauer.
Der Weg führt auch durch das Rathaus. Im Rahmen der Initiative „Würde unantastbar“ wird vom 4. bis 30. November 2026 die Ausstellung „Gesichter und Geschichten – Jüdisches Leben in Deutschland“ des jüdischen Museums Köln im Foyer des städtischen Rathauses. 16 Roll-ups thematisieren markante Tief- und Höhepunkte der über 1.700 Jahre währenden deutsch-jüdischen Geschichte.
Ergänzend dazu wird eine von den Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs erarbeitete Fotoausstellung von Bildern jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger Brilons gezeigt. Ihr Lebenswerk und ihre Lebensgeschichten werden dokumentiert.
Die Mitglieder des Jugendparlamentes, Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule, die Pfadfinder, Bürgermeister Dr. Bartsch, Pfarrerin Jäkel und Propst Dr. Richter wollen in besonderer Weise an das jüdische Leben in Brilon und die Schicksale der Opfer erinnern.
Text nach Pressemitteilung Stadt Brilon
Einsparung versprochen – doch nicht gehalten
Wiese (SPD) fragt zum Sparkassenzusammenschluss – Bange (CDU) antwortet
Der Tagesordnungspunkt „Fragen an die Verwaltung“ brachte in der letzten Ratssitzung Überraschendes. Wiese (SPD) beklagte fragend, warum die versprochenen Synergieeffekte, sprich Einsparungen, nicht umgesetzt worden wären nach dem Zusammenschluss der drei Sparkassen zur Sparkasse mitten im Sauerland. Wiese fragte konkret, warum der Vorstand immer noch aus drei Personen bestehe, obwohl man geworben habe, dass 2 Vorstandsmitglieder ausreichend seien.
Teure Entscheidung
Da fühlte sich Frau Bange (CDU) angesprochen, denn sie hatte mitentschieden, es bei drei Personen zu belassen. Frau Bange ist Mitglied in einem gut dotierten Gremium, dem gelegentlich tagenden Verwaltungsrat. Die Jahrespauschale liegt in Abhängigkeit vom Geschäftsvolumen bei über 2500 € plus 500 € für jede Sitzung. Frau Bange ist eine von 12 sachkundigen Bürger(innen) plus sechs Beschäftigtenvertretern, die mindestens viermal im Jahr tagen. In diesem hochkarätigen Gremium, in dem Frau Bange mitwirkt, wurden sie beraten von einer sehr guten Beratungsgesellschaft, beurteilte Frau Bange. Diese gut bezahlte Gesellschaft habe gut begründet vorgeschlagen, keine Einsparung bei der Zahl der Vorstandsmitglieder vorzunehmen. Nach ganztägiger Diskussion habe man einstimmig beschlossen, keine diesbezügliche Einsparung vorzunehmen. Aber man denke daran, die Zahl der Stellvertreter zu reduzieren. Eine kluge Entscheidung? Eine gute Beratungsgesellschaft? Was war eigentlich deren Begründung für das Nichtsparen?
Um wieviel Geld geht es?
Meine KI sagt mir: Da der Vorstand der fusionierten Sparkasse aus drei Personen besteht (Ingo Ritter als Vorsitzender, Jürgen Schwanitz und Peter Vogt), ergibt sich ein rechnerischer Durchschnitt von rund 910.000 € Arbeitgeberaufwand pro Vorstandsposten. Dieser Wert beinhaltet neben dem Grundgehalt und variablen Teilen auch die Rückstellungen für die Altersvorsorge.
„Aufgabe unserer Zeit: Wohnraum“
So ordnete Bürgermeister Bartsch die Abstimmungen zum Bauprojekt Ledriker Tor ein. Viele Einwendungen auch von Fachbehörden wurden gelesen, aber inhaltlich weitgehend ignoriert im Verwaltungsvorschlag, der aus 72 Seiten bestand, die nicht schriftlich vorlagen, aber im Netz einsehbar waren. Aber nur für den, der es auch nutzte. War als Sparmaßnahme gedacht, sagte der Bürgermeister. Na ja! 0,80 € für Papier, Druckerschwärze 0,60 € = 1,40 € pro Ratsmitglied und ab in das persönliche Postfach im Rathaus. Ja, ich weiß, manche Ratsmitglieder kommen nie ins Rathaus. Doch das kann man erwarten, denn Ratsmitglied bedeutet große Ehre, große Verantwortung und auch Vergütungspauschale um monatlich 360 € und gegebenenfalls Verdienstausfall.
Kein Interesse an Details – einstimmig durchgewunken
Nur zwei Ratsmitglieder fragten nach, obwohl sich Fachleute als auch Bürger(innen) gründlich mit der Materie auseinandergesetzt hatten und deren Vorschläge teils nicht beachtet worden waren. Nur Frau Loos (BBL) sah z.B. Verkehrsprobleme mit der vorgesehenen Ausfahrt, die die Polizei aber abgesegnet hatte. So Verwaltungschef Bange. Frau Kuse (Linke) fragte nach den Sozialwohnungen. Bürgermeister Bartsch wusste pauschal, dass es A- und B-Wohnungen geben wird. Alle Ratsmitglieder wussten Bescheid und fragten nicht nach Details. Ich musste nachlesen. Zur Gruppe A gehören die Wohnungssuchenden deren Einkommen unter dem Wohnberechtigungsschein liegt. Wohnungen für absolute Geringverdiener. Besetzungsrecht beim Wohnungsamt. Grupp B-Wohnungen gehen an Geringverdiener, die oberhalb der Grenze des Wohnberechtigungsscheines liegen. Diese Wohnungen unterliegen der Eigenregie des Vermieters, der deutlich höhere Miete nehmen darf und tut. Da hätte man gerne gewusst, wieviel Wohnungen Typ A und Typ B vorgesehen. Ich hätte gerne auch gewusst, wie groß bzw. klein die 29 Sozialwohnungen sind. Denn in die oberste Etage passen nur 5 Penthauswohnungen. Für einen Single liegt die Untergrenze bei 35qm, Höchstgrenze bei 50qm. Mich hätte auch interessiert, ob Wohnungen für Alleinerziehende mit einem oder zwei Kind(ern) vorgesehen sind oder für Familien mit drei Kindern etc.
Insgesamt: Das Gebäude ist kein Sozialprojekt, sondern ein Geschäftsmodell. Das ist legitim, aber bedarf einer sorgfältigen Bewertung.
Zügig waren dann die 72 Seiten durchgewunken. Projekt einstimmig verabschiedet.
Dieser Artikel sollte eigentlich gestern erscheinen, doch es klappte mit den Fotos nicht, die ich während der Ratssitzung gemacht habe.
Das genehmigte Bauprojekt Ledriker Tor
Obwohl alle Beschwerden/Einwände zwar gelesen, aber nur teilweise berücksichtigt wurden, sprach sich der Rat am Mittwochabend einstimmig für dieses das Stadtbild prägende Bauprojekt aus – und zwar ohne Diskussion. Die architektonischen Nacharbeitungen haben den baulichen Eindruck etwas verbessert. Das Gebäude ist nun ca. 3m abgesetzt vom denkmalgeschützten Fachwerkhaus in der Kirchenstraße. 35 Wohnungen werden geschaffen, davon 29 Sozialwohnungen der Kategorien A und B.
Tiefbauarbeiten an Engelbert-Schule
Gastgeschenke
Eine prächtige neue Orchideenzüchtung wurde Friedrich Merz heute in Singapur überreicht, die nach ihm benannt wurde: Vanda Friedrich Merz. Ziel des Besuches ist ein großes Freihandelsabkommen. Mal sehen, wo die Pflanze nach Beendigung der Kanzlerschaft verbleibt.
Die eher unscheinbare neue Rosenzüchtung „Europa“, die die Briloner Delegation vor Tagen vom Besuch der Städtepartner in Hesdin-la-Forêt (Frankreich) anlässlich der sechzigjährigen Partnerschaft mitbrachte, ist in die Betreuung durch die Marienschule übergegangen und ist in deren Schulgarten an der Derkeren Mauer eingepflanzt worden.
Sanierung fast abgeschlossen
Das Hallenbad litt unter Feuchtigkeit von außen. Die Reparatur war aufwändig und daher auch teuer. 50.000 Euro waren veranschlagt. Für die Isolierung der Außenseite musste ein großer Baum entfernt und viel Arbeitsfläche für die Anbringung der tief greifenden Isolierung frei gemacht werden. Zwei Bagger waren behilflich. Inzwischen war die Rüttelmaschine im Einsatz. Der große Aufwand ist nicht mehr zu erkennen.