Mit dem großzügigen Neubau hat Lidl den Konkurrenten Aldi unter Druck gesetzt. Das Einkaufen ist aufgrund der breiteren Gänge gelassener und manchmal durch die Selbstbedienungskassen am Ende des Konsumrausches schneller geworden. Das Sortiment ist nur marginal erweitert, doch die Präsentation ist freundlicher und übersichtlicher geworden – auch die Nicht-Lebensmittel, die einen erheblichen Gewinn-Anteil erbringen. Eine öffentliche Toilette mit Wickeltisch habe ich nicht gesehen.
Lidl-Parkplatz als Rollfeld konzipiert
Im Ausschuss für Planen und Bauen wurde jetzt eine Baufläche an der Altenbürener Straße vorgestellt, die Aldi und einem Drogerie-Markt einen Neubau ermöglichen würde. Die Parkfläche würde insgesamt mit 118 Plätzen noch größer werden als die Lidl-Fläche, die einfallslos wie ein Rollfeld wirkt. Kein Baum, kein Strauch zu sehen. Das wurde von Frau Loos (BBL) deutlich moniert. Auch Wiese (SPD) wies auf die Bedeutung einer Bepflanzung besonders angesichts der Wärmeerfahrungen in diesem Sommer hin. Nach Aussagen der Stadtverwaltung sei eine diesbezügliche Einflussnahme beim sog. Aldi-Grundstück größer, da es im städtischen Besitz sei. Das ist sicher hilfreich. Doch grundsätzlich muss man als Bauamt bei jeder Gelegenheit darauf drängen, dass eine erweiterte Begrünung durch Bäume vorgenommen wird. Wenn dem eine Firma nicht nachkommt, kann man guten Gewissens öffentlich sagen: Wir haben uns dafür ausgesprochen, doch der Eigentümer wollte nicht.
Bauamt muss Vorreiter werden
Das städt. Bauamt muss aber auch Vorreiter bei Pflanzaktionen im Stadtbereich sein, um seine Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Jede Baumpflanzung auf unseren Straßen und Plätzen ist eine Hilfe für die nächste Generation, die Klimaveränderung ertragen zu können. Bäume bieten Schatten und aufgrund der Wasserverdunstung Abkühlung, lernen Grundschulkinder. Ach ja, Bäume sind auch günstig für Insekten und Vögel. Ach ja, es gibt so viele Baumarten, die eine große Krone haben.


