Die Firma kommt nicht zur Ruhe. Seit September 2025 wird verhandelt. Im Mai gab es als Vorstufe zu einem Warnstreik eine „aktive Pause“. Nun traf man sich zu einem zweistündigen Warnstreik vor dem Firmentor. Der neue Haustarifvertrag ist nach einem Jahr immer noch nicht abgeschlossen, obwohl schon zahlreiche Gesprächsrunden stattgefunden haben. Eine Lohnerhöhung bis September 2027 um 2,1% steht im Raum, dazu käme im Januar eine Einmalzahlung von 500 €. Ein soziales Ergebnis, das die unteren Einkommensgruppen begünstigt, aber auch die wirtschaftliche Lage der Firma beachtet. Doch für wen soll die Lohnerhöhung Geltung haben? Für alle Beschäftigten auch in den verschiedenen Tochtergesellschaften in Hoppecke, meinen die Gewerkschaften. Oder nur für die gewerblichen Angestellten, wie die Geschäftsleitung vorhaben soll. Belegschaften gegeneinander auszuspielen und ungleich zu behandeln, dürfte aber kaum klappen.

Zudem soll die Arbeitszeit der kaufmännischen Angestellten auf 40 Std./Woche erhöht werden. Darüber kann man sicher sprechen, wenn dann auch die Mehrarbeit bezahlt wird, es also einen Lohnausgleich gibt. Ein Konfliktpunkt ist auch die Bezahlung der Auszubildenden, um die mit einem Transparent vor dem Firmengelände geworben und ein Traumjob versprochen wird. Sie dürfen von einem neuen Tarifvertrag nicht ausgeschlossen werden, meint der Betriebsrat. Die Solidarität unter den Arbeitnehmer(inne)n ist offensichtlich groß. Man sieht sich als eine Firma, obwohl zahlreiche Tochterfirmen im Haus sind. Das müsste die Leitungsebene beachten. Siehe auch Blogeintrag vom 2.6.2026.



