Wahrnehmungsverzerrung?
„Die Leute reflektieren nicht, wie sehr sie Algorithmen ausgeliefert sind. Die Währung der Algorithmen ist Aufmerksamkeit. Viel Aufmerksamkeit gibt es, wenn Emotionen, Aufreger im Spiel sind. Deshalb reden so viele davon, dass das Land den Bach runtergeht und die Politik nichts gebacken kriegt, während sie faktisch in einem der saubersten, sichersten und wohlhabendsten Staaten dieser Erde sitzen. – Aufmerksamkeit funktioniert nur über die Erregung, nicht über Sachlichkeit. Gegen die Wahrnehmungsverzerrung durch Algorithmen hat kein demokratischer Politiker eine Chance.“ (So Monika Willer, Kulturredakteurin, in der WP vom 12.6.2026)
Was soll ich wollen?
Ich erkläre mir Algorithmen als zahlreiche Handlungsanweisungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die Gefühle, Wünsche etc. bedienen und gesellschaftlichen bzw. ökonomischen (Gruppen-)Interessen dienen. So finde ich im Netz Beachtung, indem es mir liefert, was ich will bzw. was ich wollen soll. Skandalisierungen scheine ich derzeit nicht zu wollen, aber Hörgeräte und Treppenlifte!
Gerecht durch ungleiche Behandlung?
Meinung: Demokratische Politiker(innen) müssen für Einsparungen sorgen, wenn die ökonomische Lage kriselt. Das muss gerecht zugehen. Wer viel hat, weil viele Menschen für ihn gearbeitet haben, muss mehr geben. Wer viel verdient, kann mehr abgeben. Wer hohe Renten/Pensionen bezieht, kann mit geringeren Steigerungsraten auskommen. Die Erregung wird dann sinken. Auf Ortsebene: Die Zeit der Großzügigkeiten bei den freiwilligen Leistungen ist vorbei. Knappe Kassen erzwingen sorgfältigere zukunftsorientierte Planungen.








