Wahlergebnisse
Bei der Europawahl im Juni 2024 erhielt die AfD im HSK 12,5 % der Stimmen. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 lag das Kreisergebnis bei 15,9% der Erst- und bei 16,7% der Zweitstimmen. Aus Brilon kamen 16,77% der Erst- und sogar 17,89% der Zweitstimmen. Zur Kommunalwahl im September 2025 trat die AfD in Brilon nicht an. Sie hatte keine Kandidat(inn)en für die Stadtteilbezirke und Ortsteile. Für den Kreistag stimmten 12,1% der Bevölkerung für die AfD, in Brilon 12,58%.
AfD vor Ort präsent
In der Zwischenzeit ist die AfD weiterhin aktiv und schwimmt auf der Erfolgswelle aus den östlichen Bundesländern. Man trifft sich in Briloner Gaststätten, kann man der WP entnehmen. Man muss sich vorher anmelden, um nicht gestört zu werden, steht dort. Man war am gestrigen Samstag wieder mit einem Stand am Marktplatz präsent. Auch wenn offensichtlich nur Mitglieder sich trafen und niemand offensiv angesprochen wurde, machen sie so ein öffentliches Angebot. Angesprochen werden aber so Menschen, die sich nicht öffentlich bekennen wollen, doch im Wahllokal geheim bei der AfD ein Kreuz machen könnten.
Heraus zu den Menschen!
In den neuen Bundesländern gilt die AfD als Partei, die sich um die Menschen kümmert ausweislich ihrer öffentlichen Präsenz. Die Gefahr besteht auch bei uns. Warum? Weil CDU, SPD, BBL, FDP und Linke im Stadtbild nicht präsent sind. Unsere demokratischen Parteien könnten doch auch mal abseits der Wahltermine Angebote in der Innenstadt machen. Warum nicht abwechselnd samstags immer zwei Stände am Marktplatz: z.B. Linke und CDU, dann SPD und FDP, dann BBL und CDU, Linke und SPD etc. Kann man ja auch auslosen. Unsere Ortsparteien müssen vor den Menschen ihre sinnvollen Maßnahmen erläutern. Sie müssen hören, wo der Schuh drückt. Man darf sich nicht nur alle vier Jahre vor den Wahlen öffentlich zeigen und ansonsten im eigenen Saft schmoren. Man ist doch keine elitäre Kaste. Man muss doch das Gespräch suchen – nicht als Besserwisser – , sich öffentlich den Menschen stellen, zuhören. Und die Demokratie verteidigen, die wir ansonsten verlieren könnten. Es reicht nicht, wenn das „Briloner Bündnis für Demokratie“ mal ein Rockkonzert organisiert.



