Viele Fragen geklärt
Zur Herkunft der Belastung: Natürlicher bleihaltiger Boden bzw. Abraum oder Verschüttung aus dem Bergbau. Die methodischen Grundlagen und die Gewinnung der Daten wurde mehrmals mich überzeugend dargestellt.
Aufgrund der toxikologischen Bewertung (bes. nachhaltige Schädigung von Kindern) gibt es 3 gemessene Belastungsstufen in Brilon (Durchschnitt NRW: 55-243 mg Blei):
1. 0-1499 mg Blei/kg Erde: kein Handlungsbedarf, Rasendecke sinnvoll
2. 1500-4999 mg Blei/kg Erde: Rasendecke oder Betonplatten etc. Pflicht, pro Haushalt bis zu 15 qm Gemüsegarten, einige Gemüse sind vom Anbau ausgeschlossen (alternativ Hochbeet). Ca. 250 Haushalte erhalten Hinweisblatt.
3. 5.000-18.000 mg Blei/kg Erde: Entfernung des Bodens bis in 30 cm Tiefe, Einbringung einer Grabesperre, Auftrag von 30 cm unbelasteten Bodens: 40 Haushalte: Schwerpunkt Derkerborn.
Alle Eigentümer werden über ihre konkrete Belastung informiert. Es ist beantragt, dass das Land NRW 80% und der HSK 20% der Kosten von jeweils ca. 30.000 – 50.000 € übernimmt, wenn im Kaufvertrag kein Hinweis auf bleihaltige Grundstücksbelastung steht. Die Arbeiten können erst nach Zustimmung aufgenommen werden und werden organisiert von Behörden/Verbänden. Höchstwahrscheinlich frühestens im Herbst 2026. Die Arbeiten erfolgen dann nach individueller Absprache.
Was blieb offen nach drei Stunden Aufklärung?
Können Regenwürmer Blei nach oben bringen, wie ist es mit Maulwürfen? Beide Tiere leben im organischen Bereich des Bodens, also oberhalb der Grabesperre.
„Ich kenne keine Erkrankten?“ Die Wirkung von Blei auf das Kindergehirn ist nicht am Blutbild allein festzustellen. Wer einen IQ von 106 hat, hätte ohne Bleieintrag vielleicht einen IQ von 110 gehabt, beides nicht auffällig. Insofern richtig, dass auf allen Kinderspielplätzen vorbeugend der Boden ausgetauscht worden ist. Ich persönlich kenne keinen Menschen, der von asbesthaltigen Eternitplatten krank geworden ist. Aber wegen ihrer Gesundheitsgefährdung gehören sie zum Sondermüll. Ich kenne keinen Schüler oder Lehrer vom Petrinum, der durch PCB-Absonderungen krank geworden ist. Gut, dass vorbeugend saniert wird.
Siehe die ganz andere Berichterstattung in der WP vom 25.2.2026.

