Holland als Vorbild?
Seit einigen Jahren findet man an den Autobahnen in Holland seltsame Schilder – und zwar Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, aber nur von 6-19 Uhr, nachts können die wenigen Autofahrer(innen) dann bis zu 120 km/h fahren. Kürzlich gestiegene Benzinpreise an den Tankstellen: Diesel bis zu 2,71 €/Liter, SuperE5 bis zu 2,53 €/Liter. Das fand keiner angenehm, mit dem man sprach, doch nur wenige lamentierten.
12 Uhr mittags
Und in Deutschland? Da rast man weiter auf Autobahnen. Der erhöhte Spritverbrauch stört nicht. Geld ist offenbar reichlich vorhanden – nur in den falschen Händen. Das Lamentieren über die Preiserhöhung der Konzerne aufgrund des Angriffs auf den Iran beschäftigte den Bundestag und führte zu einem Maßnahmenpaket, das beruhigen soll – und mehr auch nicht kann. Ab 1. April, kein April-Scherz, darf der Preis täglich nur um 12 Uhr erhöht werden. Was ist zu tun? Ich muss also weiterhin mehrmals täglich, wenn das Benzin zur Neige geht, im Netz „clever tanken“ oder „billiger tanken“ etc. aufrufen, um zu erfahren, wer die Preise wie gesenkt hat. Am billigsten wird es in der Region dann um 5 vor zwölf sein.
Und sonst?
Vielleicht sollte man zum Brötchenholen nicht mit dem Auto fahren, vielleicht sollte man beim Warten im Auto nicht 15 min lang den Motor laufen lassen, vielleicht sollte man Kleinigkeiten, die man beim Einkauf vergessen hat, mit dem Fahrrad holen, vielleicht sollte man in der Innenstadt auf Parkplatzsuche nicht herumfahren, sondern sich zeitig entscheiden. Manch einer soll schon bereut haben, dass er sich einen geräumigen schweren Spritfresser gekauft hat.

