So benennt Ian Urbina seinen Artikel über die Plünderung der Meere in der „Zeit“ vom 15.10.2026. Die Fischzucht, sprich Aquakultur, weise eine gute Ökobilanz auf und leiste einen Beitrag zur gesunden Ernährung, hieß es noch 2024 aus dem Landwirtschaftsministerium. Diese Wachstumsbranche erzeugt weltweit Fische und Meeresfrüchte im Wert von über 370 Mrd. Euro im Jahr. Ein Drittel des deutschen Fisch-Verbrauchs stellen Lachs und Garnelen dar, die mit Fischmehl und Fischöl gefüttert werden, das aus wild gefangenem Fisch gekocht, ausgepresst und zermahlen wird. Die über 1400 Fischmehlfabriken in 65 Ländern sollen eigentlich nur Reste, sprich Köpfe und Schwänze verwerten, doch sie nutzen auch den gesamten Beifang an ganzen Fischen. Der Beifang ist aber Ernährungsgrundlage für viele arme Familien an den Küsten Süd-Amerikas und Afrikas. Der Fischmehlverbrauch steigt, obwohl der Anteil an Fisch im Lachsfutter teilweise auf 8% gesunken ist.
In Norwegen und Island steigt der Widerstand in der Bevölkerung gegen die Massentierhaltung der Lachse in riesigen Netzen. Die Sterblichkeit liegt bei 15%. Die Impfstoffe und Ausscheidungen verschmutzen das Wasser in den Fjorden. Ausgebrochene Tiere schädigen vielfach die Wildlachspopulationen durch Übertragung der Lachslaus.




