

40 Batteriecontainer und weiteres Umspannwerk
Neben dem jetzigen Umspannwerk hat der Bau eines Großbatteriespeichers von Kyon Energy aus München begonnen. Die Fertigstellung soll 2026 erfolgen. Das Batteriespeichersystem wird zur Erbringung von Systemdienstleistungen sowie der Vermarktung von Flexibilität am Stromgroßhandelsmarkt eingesetzt und wird an das Netz der Westnetz GmbH angeschlossen. Durch den sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen liegt in der Stadt Brilon die Erzeugerkapazität an Strom deutlich über 100 Prozent. Das Batteriespeicherprojekt hat eine Leistung von 103 MW und eine Speicherbruttokapazität von 208 MWh und wird damit eines der größeren Batteriespeicherprojekte der Region. Im Rahmen der Baumaßnahme werden über 40 Batteriecontainer mit entsprechenden Mittelspannungsstationen aufgestellt. Ebenso wird ein projektspezifisches Umspannwerk errichtet. Es sorgt für den notwendigen Stromtransfer ins 110 kV Netz der Westnetz GmbH.

Foto v.l.n.r.: Kyon Energy Projektmanager Lukas Joos, Bauleiter Berkan Birdal, Bürgermeister Dr. Christof Bartsch und der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Marcus Bange.
„Baustein der Energiewende“
Mit dem Großbatteriespeicher kann zukünftig überschüssiger Strom, beispielsweise aus der Windkraft, zwischengespeichert und bedarfsgerecht zu Spitzenlastzeiten wieder abgeben werden. Die Integration erneuerbarer Energien wird damit gefördert und eine erhöhte Versorgungssicherheit durch den Aufbau einer zuverlässigen und flexiblen Energieinfrastruktur sichergestellt. Speicher können zur Reduzierung von Abregelungen von Windenergieanlagen beitragen. Letztendlich leistet der Batteriespeicher einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität. Bürgermeister Dr. Christof Bartsch: „Mit diesem besonderen Projekt wird ein weiterer wichtiger Baustein der Energiewende in Brilon verwirklicht und damit die zukünftige Energieversorgung von Stadt und Umland mit neuen Technologien vorangetrieben.“
Aus der Pressemitteilung der Stadt Brilon
Reiche auf Habecks Spuren
Erst forderte Wirtschaftsministerin Reiche ca. 40 neue Gaskraftwerke für die „Dunkelflaute“, wenn Photovoltaik und Windräder nicht genügend Strom produzieren, und beschäftigte so ihr Ministerium. Nach Diskussionen mit Fachleuten ist sie jetzt bei ca. 20 Gaskraftwerken, die von der EU gefördert werden, angekommen. Reiche Vorgänger Wirtschaftsminister Habeck wollte 2024 ca. 21 Gaskraftwerke bauen lassen, was die CDU/CSU als „zu teuer“ ablehnte.
Reiche: Atomkraft alternativlos
Jetzt fordert Reiche die Rückkehr zur Atomkraft, um den Grundlaststrombedarf zu decken. Das sei alternativlos. Reiche will Mini-Atomkraftwerke (sogenannte Small Modular Reactors) einführen, die in Stadtnähe platziert werden könnten. In einem abgelegenen Teil Sibiriens (auf einem Schiff) und in China sowie in Kanada (Baugenehmigung 2025, Kostenschätzung bisher 3,5 Mrd.) gibt es schon je ein Mini-AKW. Die Kosten für das neue konventionelle AKW Flamanville in Frankreich sind hingegen in der 17-jährigen Bauzeit von 3,3 Mrd. Euro auf 23,7 Mrd. Euro gestiegen. Reiche will die Gasabhängigkeit durch die Uranabhängigkeit ersetzen. Städte, die gerne so einen Reaktor in der Nähe haben wollen, haben sich noch nicht gemeldet. Ideen für Zwischenlager des Atommülls und für ein seit Jahrzehnten gesuchtes notwendiges Endlager hat Reiche nicht. Sogar die Energiewirtschaft (RWE) winkt ab: nicht wirtschaftlich, zu teuer.
Merz: Atomausstieg irreversibel
Reiche will „mitspielen“ bei dem Thema und hat bisher nur Mitspieler(innen) in der CSU-Landesgruppe gefunden. Merz lehnt ab: Atomausstieg irreversibel. Doch das Ministerium wird beschäftigt.
https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101195458/gas-abhaengigkeit-reiche-warnt-und-fordert-rueckkehr-zur-atomkraft.html?utm_source=firefox-newtab-de-de – eingesehen 3.4.2026
https://institutional.union-investment.de/themen-und-analysen/mini-atomkraftwerke-als-chance-f%C3%BCr-den-strom-mix – eingesehen 3.4.2026
Als Reaktion auf die hohen Preise für Benzin und Diesel wird aktuell wieder über Rabatte an der Tankstelle diskutiert. Sie lehnen das ab. Wieso?
Drei Gründe. Erstens: Es wäre wieder Geld des Staates, das anderswo fehlt – nämlich für Investitionen, die wir dringend brauchen. Zweitens: Diese Maßnahme ist teuer. Sie kommt per Gießkanne allen Autofahrern zugute. Also auch denen, die genug Geld haben und es gar nicht brauchen. Und drittens: Ein Rabatt untergräbt das Preissignal. Wir tun einfach so, als gäbe es keine Knappheit. Die Nachfrage nach Benzin und Diesel würde künstlich hoch bleiben. Das treibt den Ölpreis aber nur weiter. Am Ende verpuffen die Steuermilliarden – und das Geld landet bei den Erdöllieferanten.
Teil eines Interviews mit Prof. Dr. Timo Wollmershäuser, der Volkswirt und Leiter der Konjunkturforschung und -prognosen am Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo in München ist.
Gefunden: https://web.de/magazine/wirtschaft/top-oekonom-kritisiert-rueckwaertsgewandt-42076438 – eingesehen am 2.4.2026
Drastische Erhöhung der Kreisumlage marginal verringert
1,06 Mio. € werden im defizitären Haushalt des HSK 2026 aber nicht gespart, sondern zusätzlich aus den Rücklagen genommen. So einfach machten es sich die „Schwarz-Gelben“, so WP vom 28.3.2026 bei der Verabschiedung des Haushalts. Jetzt erhält der Kreis von den 12 Kommunen „nur noch“ 200,7 Mio. Euro, das aber eine Erhöhung um ca. 10% darstellt. Wenn man erst jetzt für die Zukunft feststellt, wie der CDU-Fraktionschef Tillmann vage formuliert: „Nicht alles, was sinnvoll und wünschenswert ist, ist auch noch leistbar“, lässt sich Sparwille, um die Kommunen nicht noch stärker zu belasten, kaum erkennen.
Kommunen drohen 2027 weitere drastische Erhöhungen
Jetzt weiß man aber schon, dass es 2027 eine noch deutlichere Erhöhung der Kreisumlage geben wird. Mit schönen Worten wurde der schlechte Ausblick verkleistert, indem Tillmann über zukünftige Prioritäten sprach: 100 Mio. Euro für gute Bildung (vielleicht reichen auch 80 Mio. für Gebäude, wichtiger sind gute Lehrer), Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern (sehr vage!), gute Gesundheitsversorgung (das Gesundheitsamt ist seit Corona personell schon kräftig aufgebläht worden), Kreisverwaltung zum echten Dienstleister der Bürger machen (endlich!) Während die Personalaufwendungen 2024 bei 61,3 Mio. € lagen und für 2025 mit 69 Mio. angesetzt waren, geht man für 2026 von 76,8 Mio. € aus: deutlich über den Gehaltserhöhungen. Ausweislich der mittelfristigen Finanzplanung soll eventuell frühestens ab 2027 gespart werden. Ein schwerer Einstieg für den neuen Landrat, der schon für 2026 von „Millionen-Keule“ sprach. Heißt es für ihn doch nun: Nicht weitermachen, sondern alles überprüfen.
Pressemitteilung der Stadt Brilon
An der Innenwand der Spielröhre des Spielplatzes im Brüggepark in Brilon-Madfeld sind am 23.03.2026 rechtsextreme Symbole entdeckt worden. Neben der Sachbeschädigung handelt es sich um Symbole, deren Darstellung verboten ist und die entsprechend strafrechtlich verfolgt wird.
Die Stadt Brilon hat Strafanzeige erstattet. Die Darstellung derartigen Gedankengutes oder entsprechender Symbole widerspricht den demokratischen Grundwerten und hat in unserer Stadt keinen Platz. Die Stadt Brilon steht für Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Ein Angriff auf demokratische Grundwerte ist ein Angriff auf uns alle und trifft auf eine klare Gegenhaltung.
Für Hinweise, die zur Ermittlung des/r bislang unbekannten Täter(s) führen, lobt die Stadt Brilon eine Belohnung in Höhe von 500,00 € aus. Hinweise, die selbstverständlich vertraulich behandelt werden, richten Sie bitte an die Abteilung Bauverwaltung der Stadt Brilon (Telefon 02961 / 794416) oder die Polizei Brilon (Telefon 02961 / 90203311).
Ergänzung: Am 19.12.2025 berichtete die WP über zielgerichtete rechtsextreme Graffitis und Gewaltparolen in Siedlinghausen. Die Polizei ermittelte auch wegen Volksverhetzung und Bedrohung.
Holland als Vorbild?
Seit einigen Jahren findet man an den Autobahnen in Holland seltsame Schilder – und zwar Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, aber nur von 6-19 Uhr, nachts können die wenigen Autofahrer(innen) dann bis zu 120 km/h fahren. Kürzlich gestiegene Benzinpreise an den Tankstellen: Diesel bis zu 2,71 €/Liter, SuperE5 bis zu 2,53 €/Liter. Das fand keiner angenehm, mit dem man sprach, doch nur wenige lamentierten.
12 Uhr mittags
Und in Deutschland? Da rast man weiter auf Autobahnen. Der erhöhte Spritverbrauch stört nicht. Geld ist offenbar reichlich vorhanden – nur in den falschen Händen. Das Lamentieren über die Preiserhöhung der Konzerne aufgrund des Angriffs auf den Iran beschäftigte den Bundestag und führte zu einem Maßnahmenpaket, das beruhigen soll – und mehr auch nicht kann. Ab 1. April, kein April-Scherz, darf der Preis täglich nur um 12 Uhr erhöht werden. Was ist zu tun? Ich muss also weiterhin mehrmals täglich, wenn das Benzin zur Neige geht, im Netz „clever tanken“ oder „billiger tanken“ etc. aufrufen, um zu erfahren, wer die Preise wie gesenkt hat. Am billigsten wird es in der Region dann um 5 vor zwölf sein.
Und sonst?
Vielleicht sollte man zum Brötchenholen nicht mit dem Auto fahren, vielleicht sollte man beim Warten im Auto nicht 15 min lang den Motor laufen lassen, vielleicht sollte man Kleinigkeiten, die man beim Einkauf vergessen hat, mit dem Fahrrad holen, vielleicht sollte man in der Innenstadt auf Parkplatzsuche nicht herumfahren, sondern sich zeitig entscheiden. Manch einer soll schon bereut haben, dass er sich einen geräumigen schweren Spritfresser gekauft hat.
Der nach dem Bürgermeister wichtigste Mann Brilons, da Chef der Stadtwerke und aller Tochterunternehmen, ist weg. Zum 19.3.2026 ist er gegangen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Brilon und des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Als unauffälligen Ablauf könnte man den Vorgang beschreiben, wenn da nicht so viele offene Fragen wären. Erst als am 23. März kurzfristig und vorübergehend der Nachfolger Franz Benz feststand, erfuhr die Öffentlichkeit von diesem seltsamen Geschehen. Franz Benz war als Geschäftsführer des Zweckverbandes Energie Waldeck-Frankenberg offensichtlich nicht ausgelastet, so dass er nun auch Reubers Job zusätzlich übernehmen kann. (Vielleicht sind auch Reubers Aufgaben nicht sehr umfangreich gewesen. Manche sprechen von Zwei-Tage-Woche.) Auf jeden Fall soll Benz die laufenden Geschäfte fortsetzen und weitere Kooperationen prüfen, hält die Presseerklärung den Ball flach. Doch Bürgermeister Bartsch hält im Gespräch mit der WP (25.3.26) den Ball hoch: „Neuausrichtung“ der Stadtwerke.

Besiegeln die gemeinsame Zusammenarbeit ohne Reuber: Der Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg Jürgen van der Horst, der Bürgermeister der Stadt Brilon Dr. Christof Bartsch, der neue Stadtwerke-Chef Frank Benz und das Ratsmitglied der Stadt Brilon Lukas Wittmann (Foto: Stadt Brilon)
Wie kam es zu Reubers Weggang?
Viele spekulative Fragen geistern durch Brilon:
Vielleicht gibt es bald wieder eine Presse-Erklärung!
Bin dann mal weg – aber nur diese Woche! Nehme anschließend die Berichterstattung wieder auf.
BBL allein im Ausschuss
Die BBL hatte beantragt, eine halbe Stelle für eine(n) Klimaschutzkoordinator(in) einzurichten. Der/die sollte alle Fachbereiche der städtischen Verwaltung in klimarelevanten Fragen beratend unterstützen, aber auch eine Schnittstelle zu Bürger(inne)n und Industrie bilden. Energiesparendes Bauen, Ausrichtung der städtebaulichen Entwicklung auf Klimaänderungen, Entwicklung von Konzepten zur Sicherung einer klimaneutralen Energieversorgung (bes. Wärmeerzeugung) etc. Eingeschlossen war auch die Nutzung einschlägiger Fördermittel.
Im Hauptausschuss wurde diese Anregung nur von der BBL befürwortet. Während die anderen Parteien auf die Haushaltslage verwiesen und betonten, dass die Verwaltung „in allen Fachbereichen viel Expertise habe“. Diejenigen, die das erkannt haben, müssen nun auch dafür sorgen, dass es in den nächsten Jahren eine entsprechende Entwicklung gibt. Man muss nicht nur Expertise haben, sondern sie auch einbringen – wie z.B. unser Forstbetrieb.