Im Blockeintrag am 9.4.2026 hatte ich auf die Versteigerung von Fundstücken durch die Stadt hingewiesen. Ich war gestern dabei – und ich war nicht allein. Ca. 30 Personen trudelten zur Besichtigung ein und verfolgten dann die Auktion. Die Versteigerung der zahlreichen Fahrräder mit Kettenschaltung – fast alle in gutem Zustand – verlief überraschend schlecht. Mindesteinsatz 5 €uro war zu viel. Ein E-Bike ging für 25 € weg. Portemonnaies für 2 € wollte niemand haben. Ein Motorrad brachte 25 €, 3 Roller blieben stehen. Ganz anders beim Schmuck. Ein kleiner Goldring wurde zurückgezogen, da aus 585er Gold. Er sollte zum Juwelier. Ein Löwenkopf an Silberkette wurde von 5 € nach und nach auf 40 € gesteigert. Für schönen silbernen Modeschmuck mit bunten Steinen wollte ich 10 € geben, doch passte ich bei 15 €.
Der Silberpreis ist deutlich gestiegen – und zwar durch die Krise im April um 12% und durch die industrielle Nachfrage im Jahresvergleich um 130% auf ca. 64 Euro pro Feinunze (= 31 Gramm). Angereiste Experten wussten dies. Und was geschieht mit den vielen nicht gewollten Fahrrädern? Zum Schrott? Manch ein Briloner – es waren fast nur Herrenfahrräder – hätte sich vielleicht gefreut, ein Fahrrad für symbolische 5 Euro ersteigern zu können – wenn er von der Auktion gewusst hätte.





