Schienenersatzverkehr noch häufiger
Als im Strukturausschuss über die Bahn gesprochen wurde und den Problemen, die sich mit den unkoordinierten Streckenschließungen ergeben: die mehrmonatige Schließung der Strecke Meschede-Arnsberg, die nun bald endet, wird in 4 Wochen abgelöst von einer sechsmonatigen Schließung, zeigte sich, dass die BBL gut vorbereitet war, weil sie mit Nutzer(innen) gesprochen hatte, die von ihren Erfahrungen berichteten. So verlängert der Schienenersatzverkehr, der eine halbe Stunde länger dauert, die Wartezeit auf den Folgezug um eine weitere halbe Stunde. Pendler wie Arbeiter und Schüler verweilen so täglich 2 Stunden mehr im Bahnbereich. Beklagt wurden die Beschwernisse für alte Menschen aufgrund der Entfernungen vom Bahnsteig zur Bushaltestelle und umgekehrt. Dies ist auch nicht spannend für anreisende Touristen mit ihrem Gepäck, die einen anderen Urlaubsort erwägen werden. Der angereiste Bahn-Experte Herr Ressel vom Nahverkehr Westfalnen Lippe (NWL), der für ein vernetztes kommunales Mobilitätsangebot zuständig ist, musste angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten passen. Er war sich sicher, dass noch viele Sperrungen erfolgen werden wegen der zahllosen maroden Brücken, Signale und Weichen.
CDU keine Lust an ortsnahen Problemlösungen
Als es dann auch noch um den Bahn- und Busverkehr im Umkreis von Brilon ging, zu dem die BBL Mitglieder, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, aufgefordert hatte, Probleme zu melden, und sich so viele kleinere Detailprobleme aufzeigen ließen (Verspätungen, ausfallende Busse, fehlende App-Anzeigen etc.), war Schleich (CDU) am Thema nicht mehr interessiert und rief: Habt Ihr kein Feierabendleben. Und Hilkenbach (CDU) polterte los, als wäre er bei der Bahn beschäftigt: Immer nur alles Negative, kein Wort, dass es doch gut läuft. Na ja! Hatte doch Ausschussvorsitzender Wiese (SPD) den Vertreter des NWL eingeladen, um Probleme im Briloner Nahverkehr endlich mal ansprechen zu können.

