Pressemitteilung der Stadt schlurig oder trickreich formuliert
Ein Steinbruchbetreiber will einen großen Solarpark von fast 11 ha auf seinem Gelände bauen. Das habe ich in meinem Blog-Eintrag vom 26.11.2025 schon erläutert. Nun steht eine Information der betroffenen Bürger(innen) schon in einer Woche um 18 Uhr in der Rösenbecker Schützenhalle an. Vorab: Erneuerbare Energien verlangsamen den Klimawandel. Derartig große Solarparks finden wir ansonsten nur parallel zu Autobahnen. Der Informationstext der Stadtverwaltung entspricht teilweise nicht den Beratungen in den politischen Gremien der Stadt.
Der Solarstrom soll den Eigenverbrauch ersetzen, was sehr sinnvoll ist. Doch was geschieht mit den großen Mengen an Strom, die über den Eigenbedarf hinaus erzeugt werden? Da wurde vor einem halben Jahr noch erzählt, dass heimische Betriebe und Bürger(innen) den überflüssigen Strom nutzen können (Bürgerstrommodell). Jetzt gibt es dazu keine Aussage mehr. Wenn zu viel Strom von Solaranlagen kommt (am Sonntag, wenn die Sonne scheint), besteht die Gefahr, dass Windanlagen abgeschaltet werden müssen. „Perspektivisch“, also z.B. in 17 Jahren, will die Firma Schwerlastwagen und die Steinbruchmaschinen auf Elektrobetrieb umgestellt haben. Doch: Wo bleibt bis dahin der überflüssige Strom? Niemand investiert jetzt für eine Nutzung in 17 Jahren.
Da ist z.B. eine Teilfläche als landwirtschaftliche Fläche in den jetzigen Plänen ausgewiesen, die aber (ungenehmigt?) als Halde genutzt wird. Nachträglich soll dies legitimiert werden als „Fläche für Aufschüttungen“, deutet sich an.
Die Wirksamkeit der Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen wurde nun um 20% auf 30 Jahre erhöht. Für die Entsorgung der Anlagen müssen wohl Rücklagen gebildet werden.
Was ist eigentlich, wenn der Betreiber seinen Steinbruchbetrieb einstellt, der doch die Grundlage der Genehmigung darstellt? Droht dann Abriss?
Stellungnahmen können noch 2 Wochen lang bei der Stadtverwaltung eingereicht werden.