Gutes Ackerland für wachsende Industrie?
150.000 qm Ackerland sollen umgewandelt werden, um Egger weitere Wachs-tumsmöglichkeiten zu eröffnen. Die zusätzlichen Flächen liegen parallel zum Holzplatz des Sägewerkes Richtung Thülen. Sie sollen für Lagerung, neue Pro-duktionsschritte und technische Weiterentwicklungen genutzt werden, schreibt die WP vom 10.11.2026 recht vage. Die Firma weiß das sicher genauer.

Nistkästen als Ausgleich für 150.000 qm Beton
Diese Flächen im Landschaftsschutzgebiet „Briloner Kalkplateau“ werden weit-gehend versiegelt, was durch umfangreiche Umweltschutzmaßnahmen aus-zugleichen ist. Die vorgesehenen Pflanzstreifen entlang der Gebietsgrenzen und das sowieso erforderliche Regenrückhaltebecken wegen der umfangreichen Versiegelung reichen da nicht aus. In der WP werden als weitere Maßnahmen „Nistkästen“ genannt. Das ist lächerlich: Ein paar Büsche und einige Nistkästen als Ausgleich für 150.000 qm Beton. Dazu sollen aber noch unbekannte Maßnahmen außerhalb des Plangebietes gehören. Aha! Die Geräuschentwicklung soll teilweise begrenzt werden wegen der umliegenden Wohngebiete.

Dankbar?
Egger wird dankbar sein, wenn das mit der Erweiterung an dieser Stelle klappt, denn dann sind Zufahrtsstraßen und Bahnanschluss problemlos nutzbar, d.h. man spart sehr hohe Kosten. Vielleicht kümmert sich Egger aus Freude und Dankbarkeit dann um die grüne Erneuerung des Thülener Sportplatzes oder andere ähnliche Ausgleichsgeschenke.
Anregungen jeglicher Art nimmt man im Rathaus entgegen, wo auch die genauen Pläne einzusehen sind – und zwar bis zum 6.2.2026.



