Kindergarten Scharfenberg wenig genutzt – aber Erweiterungsbau
Der Kindergarten Scharfenberg hat ausweislich der Vorlage für den Bau- und Planungsausschuss eine Betriebserlaubnis für 51 Kinder. Im laufenden Jahr besuchen aber nur 34 Kinder die Einrichtung. Für das nächste Jahr wurden jetzt Anfang November nur 25 Kinder angemeldet (5 u3, 20 ü3). Warum?

Zur größeren Differenzierung der Kindergartengruppen fehlte aber mindestens ein größerer Raum, was bei 51 Kindern sicher erforderlich war. Leider war vom Orts-vorsteher ein passender Raum an den Musik-Verein vergeben worden. Nun soll auf Wunsch der CDU der Kindergarten aufgegeben werden und ein Um- und Anbau des ehemaligen Pfarrheims für ca. drei Millionen Euro erfolgen, ohne der extrem rückläufigen Kinderzahl Rechnung zu tragen. Grundstück mit Haus und Parkplatz müssen noch vom Pastorat Scharfenberg käuflich erworben werden. Das schöne Umgebungsgelände muss noch gepachtet werden. Das wird angesichts der Verhandlungsqualitäten der Kirche nicht billig. Ein möglicher Umbau am jetzigen Kindergarten hätte deutlich weniger als die Hälfte gekostet. Alternativ: Das in Aussicht genommene Gebäude ist auf 2 Etagen sicher groß genug, um 25 Kinder aufzunehmen – und zwar ohne Anbau. Jetzt quasi für 51 Kinder zu planen, ähnelt einem Schildbürgerstreich.

Die Stadt ist zwar verschuldet, doch meint man wohl, dass es auf ein paar Millionen mehr oder weniger nicht ankommt. Ob die Bürger(innen) das auch so sehen? Die CDU, die in dem Ausschuss die Mehrheit hat, sprach sich in der Sitzung für die Millionen-Lösung aus, BBL und SPD waren dagegen. Die geheime Ab-stimmung erbrachte eine 9:7 Mehrheit für die große Geldausgabe. Nun wird der Rat entscheiden.

Zur Erinnerung: Die BBL war die einzige Partei im Wahlkampf, die einen sorgfälti-geren Umgang mit dem Geld der Bürger(innen) gefordert hatte.
