Folgende Formulierung halte ich für eine Andeutung von Diebstahl: „Greift der Staat den Bürgern noch tiefer in die Tasche?“ (WP vom 10.2.2026) Wer ist der Staat? Das sind doch die von den Bürgern gewählten Vertreter(innen).
WP ignoriert mit CDU Freibeträge
Wenn die Bürger(innen) nun mehr Kosten verursachen, weil sie z.B. länger leben, erwarte ich, dass unsere Vertreter(innen) das notwendige Geld organisieren. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die SPD hat sich nun entschlossen, dies durch Berücksichtigung von Mieteinnahmen und Kapitalerträgen bei der Finanzierung der Kranken- und Pflegekassen zu machen. Für einen wohlhabenden Bürger, der vielleicht Mieteinnahmen von 20.000 € im Jahr hat oder der 300.000 € sparen konnte und 9.000 € Zinsen erhält oder der für 150.000 € Aktien besitzt und nun zufällig Erträge von 15.000 € hat, entstehen keine weiteren Abgaben aufgrund der Freibeträge. Es sollen doch nur die etwas belastet werden, die reichlich haben. Das ist besser, da sozialer, meine ich, als die Zahnarztkosten den abhängig Beschäftigten aufzubürden, wie sich das die CDU vorstellt.
Extrem Reiche belasten
3.000 Familien, die zur Stiftung Familienunternehmen gehören, haben in Deutschland ein Vermögen von über 100 Millionen €. Viele haben dafür nichts geleistet, sondern es geerbt. Sie zahlen prozentual weniger Abgaben als viele Mittelschichtsangehörige oder Kleinverdiener. Das ist kaum solidarisch. Polemisch könnte man sagen: Es ist genug Geld da, doch in den falschen Händen.
