„Planen und Bauen“ oder Abriss
Die „Brücke Blumenstein“ zwischen Brilon und Scharfenberg, über die drei Wanderwege führen, davon zwei überörtliche, ist marode, hieß es im Ausschuss für Planen und Bauen. Der Neubau einer langlebigen Alu-Brücke (7m x 1,5m) sollte ca. 65.000 € kosten, der Bau einer stärker zu pflegenden nur 15 Jahre haltenden Holzbrücke ca. 50.000 €. Beides war dem Ausschuss zu teuer. Auf Anregung von Scharfenbaum (CDU) beschloss er, den Sauerländer Gebirgsverein zu informieren, dass die Brücke abgerissen wird und eine neue Wander-Route ausgewiesen werden müsse. Soweit der Ausschuss bei nur einer Gegenstimme.
Pfingstmontag, gutes Wetter für einen Ausflug, doch wohin? Vielleicht finden wir die „Brücke Blumenstein“? Oh, wir sind auf dem richtigen Weg, wir freuen uns, als die Beschläge am Baum auftauchen, die neben dem örtlichen Wanderweg B 5 auch die beiden überörtlichen Richtungen Rüthen und Ringelstein ausweisen.

Also weiter bergab, irgendwann muss ja der Fluss auftauchen. Plötzlich ein Hinweisschild, das uns verwirrt: Brückenschäden, ja, darüber war im Ausschuss gesprochen worden. Doch begrenzt auf Fahrzeuge über 2,5 t? Seltsam! Noch auf dem richtigen Weg?

Erst einmal weiter bergab! Wir nähern uns dem Buschwerk, das den Bach verrät. Plötzlich heißt es auf einem Schild „für Motorräder und Autos“ gesperrt. Tatsächlich, zwei schwere Steine lassen eine Lücke von unter 2 m. Keine Wendemöglichkeit.

Zusätzlich sind die Seitengeländer durch einen Zaun erhöht worden, ansonsten weist kein Schild auf irgendeine Gefährdung von Fußgängern oder Fahrradfahrern hin. Klar, für 2,5 Tonner ist die Brücke wohl nicht mehr ausgelegt. Man hat sie mit Steinsäcken stabilisiert. Doch für die deutlich leichteren Menschen kann sie weiter einen sicheren Überweg darstellen. Nun Abriss? Was sagt eigentlich Brilon-Tourismus zu dieser Idee des Ausschusses für „Planen und Bauen“?
