Ich bin für eine angemessene Erbschaftssteuer, die auch Milliardäre zahlen sollen, auch wenn sie mit sog. Finanztricks, die die Schwächen des Steuersystems nutzen, dem Finanzamt die Zunge ausstrecken. Als Briloner werde ich nun ein Problem mit meiner sozial gerechten Einstellung bekommen.
Jetzt war im Sport- und Schulausschuss vom Kämmerer zu hören, dass die Stadt plane, die Hallenbäder und Freibäder in Brilon und den Ortschaften nicht mehr selbst zu betreiben, sondern der Tochtergesellschaft Stadtwerke Brilon AöR zu übertragen. Das würde 400.000 € an Steuern sparen. Da das kompliziert sei, würde das erst 2027 zum Tragen kommen können.
Man spart durch einen legalen Trick Steuern, die dem Land/Bund fehlen. Zugleich beschwert man sich laufend, dass man vom Land/Bund zu wenig Unterstützung erhalte. Das Zuweisungssystem sei überholt und schlecht, wird gesagt. Das hört sich so an wie manch eine Firmenäußerung. Denn da gibt es, um Steuern zu sparen – manch einer spricht von Steuerhinterziehung -, Firmen mit einem Briefkasten in der Karibik, die zugleich vom Staat fordern, den Sozialstaat zu reduzieren.
