Heute vor 81 Jahren befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und rettete das Überleben von ca. 9.000 Häftlingen. 55.000 Häftlinge aus Auschwitz und den Außenlagern waren vorher beim Anrücken der Armee durch Todesmärsche in andere Konzentrationslager getrieben worden. Über 1,1 Millionen Menschen – vor allem Juden – waren seit 1940 im Zuge der „Endlösung“ ermordet worden.
Der 2018 gegründete Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (RIAS) hat sich zum Ziel gesetzt, antisemitische Vorfälle zu erfassen und zu dokumentieren. Er wird inzwischen von zahlreichen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Organisationen unterstützt. Der Verein registrierte 2024 durchschnittlich 23 antisemitische Vorfälle pro Tag (!) – mit wachsender Tendenz. Leider werden nicht alle antisemitischen Vorfälle von den Polizeistationen sachgerecht und sensibel bearbeitet, wenn sie zur Anzeige gebracht werden, wie die neue Studie des Vereins vom 25.11.2025 zeigt.
