Im Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales und Senioren hatte gestern unser Jugendparlament die Möglichkeit, seine Arbeit vorzustellen.
Die derzeit 15 Mitglieder treffen sich ca. neunmal im Jahr. Ihr wichtigstes Thema stand unter dem Motto „Erinnern und Bewahren“. Damit wollen sie „gegen das Vergessen“ angehen, was in der NS-Zeit an Unmenschlichkeit auch in Brilon geschehen ist. So bieten sie den Schulen für die 9./10. Jahrgangsstufe den Film „Führer und Verführte“ an, der die Regime-Zeit von 1938-1945 und besonders das Verhältnis Hitlers zu Goebbels abhandelt. Der jährliche Gang zur Erinnerung an die Pogromnacht vom jüdischen Friedhof vorbei an „Stolpersteinen“ zum Platz der ehemaligen Synagoge wird von ihnen mitgestaltet.
Um die „Welt ein Stück besser zu machen“ beteiligt sich das Jugendparlament am „Briloner Bündnis für Demokratie“. Einen Schwerpunkt bilden besonders in Wahl-jahren die Diskussionen mit verschiedenen Parteivertretern, was unter „Politischer Erkundung“ firmiert.
Zum Abschluss der beeindruckenden Darstellung fragte ein FDP-Mann, ob die Gruppe etwas brauche, ob etwas fehle? Die reflektierende Antwort sollte uns nachdenklich stimmen. Es fehlen mehr Mitwirkende, die nicht vom Gymnasium kommen, und es fehlen Mitwirkende, die nicht aus wohlhabenden Familien stammen.
