
So weist die Adler-Apotheke im Schaufenster auf ihre Hilfsbereitschaft hin. Brilon ist lebenswert!

So weist die Adler-Apotheke im Schaufenster auf ihre Hilfsbereitschaft hin. Brilon ist lebenswert!
2,40 Euro für einen Liter Super. Wer im April 2026 getankt hat, konnte den Betrag auf der Anzeige kaum glauben. Die Straße von Hormus ist seit Ende Februar gesperrt, der Irankrieg hat die Ölmärkte durchgeschüttelt, und an deutschen Zapfsäulen schlägt jeder Liter spürbar ins Geld. So weit die Empörung. Die Daten erzählen eine andere Geschichte:
Der Blick auf die Zapfsäule ist ein emotionaler: 2,40 Euro pro Liter — das klingt nach Rekord. Und tatsächlich: Nominal sind die Spritpreise so hoch wie selten zuvor. Doch nominal heißt eben nur: in absoluten Zahlen. Der Preis sagt allein wenig aus, solange man ihn nicht ins Verhältnis zum Lohn setzt. Die Nettolöhne in Deutschland sind seit 1991 stetig gestiegen. Dieser Lohnanstieg fängt den Preissprung an der Tankstelle ab. Die öffentliche Debatte über Spritpreise ist zu stark auf absolute Zahlen fixiert ist und ignoriert den Kontext der Kaufkraftentwicklung.
Für wen ist Sprit zu teuer?
Die hohen Spritpreise belasten vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen, die auf das Auto angewiesen sind. Wer im ländlichen Raum lebt, keine ÖPNV-Anbindung hat und jeden Tag 40 Kilometer zur Arbeit pendelt, für den sind fünf Minuten pro Liter eine abstrakte Zahl. Die konkrete Belastung liegt bei 40 Euro Mehrkosten im Monat, bei einem Verbrauch von 100 Litern.
Wir wissen:Wer mehr verdient, fährt mehr. Ein höheres Einkommen geht mit einem höheren Kraftstoffverbrauch einher. Pauschale Entlastungen wie Tankrabatte wirken deshalb regressiv, sie helfen denen am meisten, die es am wenigsten brauchen. Gleichzeitig fallen Steuerausfälle an, die die Allgemeinheit tragen muss.
Für Geringverdiener machen Fixkosten einen größeren Anteil am Einkommen aus, und ihre Möglichkeit, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen, hängt auch vom Wohnort ab.
Die politische Frage ist also weniger, ob Sprit zu teuer ist. Die Frage ist, für wen.
Zusammengestellt aus: https://arbeits-abc.de/wie-lange-arbeiten-fuer-liter-benzin/?utm_source=firefox-newtab-de-de – eingesehen am 11.5.2026
Europa erwärmte sich 2025 schneller als andere Kontinente, stellte jetzt der Europäische Klimastatusbericht fest. Keine Überraschung, denn es war ganzjährig zu lesen gewesen: Hitzewellen nicht nur in Südeuropa mit großen Waldbränden, Wasserstand der Flüsse abnehmend, Extremwetterlagen fast überall, Hitzerekord sogar in Nordnorwegen und zu wenig Schnee: drastische Verkleinerung der Gletscher, Temperatur des Meerwassers gestiegen, Dorsch wandert daher zum Norden ab (kann ich persönlich bestätigen durch fast 50-jährige Erfahrung). Die zurückgehenden Gletscher besonders in Jotunheimen erfreuen nur Archäologen: Unterschiedliche Jagdutensilien werden freigelegt, die einen Einblick in die Lebensweise früherer Kulturen geben.
Was tun?
Wir müssen nicht nur den Anstieg der Temperaturen bremsen, sondern uns auch auf die Folgen der Erwärmung vorbereiten: Haben wir dann noch eine hinreichende Menge Trinkwasser? Haben wir im Stadtbereich noch genügend Schatten? Wie kann die Erhitzung bei enger Bebauung gebremst werden? Müssen wir unsere Wohnungen/Häuser umgestalten? Was bedeutet das für die Landwirtschaft und unsere Ernährung? Sind wir auf extreme Regenfälle vorbereitet? Sind bei starker Sonneneinstrahlung noch große gepflasterte oder betonierte Freiflächen sinnvoll? Darüber sollten wir nachdenken, genauer: Umdenken ist angesagt. Ach ja, nicht nur denken, sondern handeln. Info: Klimastatusbericht 2025

Verabschiedung durch über 100 Mitglieder
Winfried Dickel, bekannt durch seine Herausgabe der jährlichen Briloner Chronik seit 43 Jahren, war 1990 auch Mitbegründer des Briloner Heimatbundes. Dieser fusionierte 2005 mit der Bürgerinitiative Semper Idem, die sich um den Wallgraben kümmerte, zum Heimatbund Semper Idem und wählte Winfried Dickel zum Vorsitzenden. Dies Amt füllte er bis heute mit Tatkraft aus und übergab es jetzt nach 21 Jahren in die Hände von Doris Tilly, die einstimmig von über 100 Mitgliedern auf der Generalversammlung gewählt wurde. Alle Teilnehmer(innen) erhielten eine Esel-Tasse als Geschenk.
Vorstandserweiterung der Museumsstiftung notwendig?
In der nun abgegebenen Funktion war Wilfried Dickel automatisch Vorstandsmitglied der „Museumsstiftung Briloner Eisenwerke und Gewerke – Stadtmuseum Brilon“ gewesen – seit 2013 als Vorsitzender. Da er weiterhin im Vorstand der Museums-Stiftung tätig sein will (WP vom 6.5.2026), nun aber Doris Tilly wohl seinen Platz als Vorsitzende von Semper Idem einnimmt, wird es für den 80-Jährigen eng. Die Satzung der Museumsstiftung, die nur drei Personen vorsieht: Bürgermeister Bartsch, Ludger Imöhl (Olsberg GmbH) und nun Doris Tilly, muss wohl für ihn, wenn er nicht zurücktritt, erweitert werden. Wilfried Dickel ist aber weiterhin Vorsitzender der Stifterversammlung der 2006 gegründeten Briloner Bürgerstiftung. Für seine Verdienste erhielt Wilfried Dickel schon 2019 das Verdienstkreuz am Bande. 2022 folgte durch NRW-Ministerpräsident Wüst die Jubiläums-Ehrenamtskarte. Bundespräsident Steinmeier lud ihn 2023 ins Schloss Bellevue nach Berlin ein. Die Generalversammlung des Heimatbundes Semper Idem ernannte Wilfried Dickel nun zum Ehrenvorsitzenden.
Auftaktveranstaltung der Lobbe Umweltservice GmbH & Co KG – „Nachsortierung“ droht
Die sog. Abfalltrennung in unterschiedlich gefärbten Tonnen erleichtert die Verwertung. (siehe Blog-Eintrag vom 15.11.2025) Ein besonderes Problem stellen falsch zugeordnete Abfälle in der grünen Bio-Tonne dar, die nur aufnehmen soll, was biologisch abbaubar ist. Ein Detail sind die Plastiktüten, die zum Sammeln in der Küche genutzt werden und dann gemeinsam mit dem Inhalt in der grünen Tonne landen. Richtig ist das Entleeren in die grüne Tonne und dann den verunreinigten Plastikbeutel nicht in den gelben Sack, sondern als Restmüll in die graue Tonne werfen. Um das sicherzustellen, werden die Tonnen jetzt kontrolliert. Anfangs gibt es eine Ermahnung bei Falschzuordnung, später bleiben die Tonnen dann zur „Nachsortierung“ stehen.

Papiertüten statt Plastik
Für Vermieter und Interessierte gibt es unter wirfuerbio.de/hochsauerlandkreis Zuordnungslisten in 9 Sprachen zum Ausdrucken, ein Malbuch für Kinder sowie Flyer zum Bestellen etc. Aus meiner Sicht müssten alle grünen Tonnen mit einfachen klaren optischen Infos beklebt werden, die Fehlwürfe reduzieren. In Brilon könnte man die Pfadfinder dazu einspannen, die gegen Entlohnung schon die gelben Säcke herumbringen. Vielleicht könnte man auch Papiertüten, die man in die grüne Tonne werfen kann, zum Sammeln des Bioabfalls verteilen. Papiertüten können bei Lobbe bestellt werden: 50 Stück für 6,90 € plus Versand = zu teuer. Etwas ist mir klar: Reine Kampagnen durch Zettel, Inserate, Treffen mit Bürgermeistern, Artikel in der WP oder im Anzeiger werden kaum zur Kenntnis genommen. Wer liest noch Zeitung?

Dr. Anne-Katrin Schlenger wird höchstwahrscheinlich im Juli ihre Praxis in Brilon-Stadt eröffnen. Schon jetzt nimmt sie unter info@kinderaerztin-brilon.de Anfragen von Patient(inn)en, aber auch von Mitarbeiterinnen entgegen. Damit sollten Engpässe, die zur Abwanderung nach Olsberg führten, behoben sein. Erfreulich für zahlreiche Eltern mit ihren Kindern.
Pressemitteilung der Stadt schlurig oder trickreich formuliert
Ein Steinbruchbetreiber will einen großen Solarpark von fast 11 ha auf seinem Gelände bauen. Das habe ich in meinem Blog-Eintrag vom 26.11.2025 schon erläutert. Nun steht eine Information der betroffenen Bürger(innen) schon in einer Woche um 18 Uhr in der Rösenbecker Schützenhalle an. Vorab: Erneuerbare Energien verlangsamen den Klimawandel. Derartig große Solarparks finden wir ansonsten nur parallel zu Autobahnen. Der Informationstext der Stadtverwaltung entspricht teilweise nicht den Beratungen in den politischen Gremien der Stadt.
Der Solarstrom soll den Eigenverbrauch ersetzen, was sehr sinnvoll ist. Doch was geschieht mit den großen Mengen an Strom, die über den Eigenbedarf hinaus erzeugt werden? Da wurde vor einem halben Jahr noch erzählt, dass heimische Betriebe und Bürger(innen) den überflüssigen Strom nutzen können (Bürgerstrommodell). Jetzt gibt es dazu keine Aussage mehr. Wenn zu viel Strom von Solaranlagen kommt (am Sonntag, wenn die Sonne scheint), besteht die Gefahr, dass Windanlagen abgeschaltet werden müssen. „Perspektivisch“, also z.B. in 17 Jahren, will die Firma Schwerlastwagen und die Steinbruchmaschinen auf Elektrobetrieb umgestellt haben. Doch: Wo bleibt bis dahin der überflüssige Strom? Niemand investiert jetzt für eine Nutzung in 17 Jahren.
Da ist z.B. eine Teilfläche als landwirtschaftliche Fläche in den jetzigen Plänen ausgewiesen, die aber (ungenehmigt?) als Halde genutzt wird. Nachträglich soll dies legitimiert werden als „Fläche für Aufschüttungen“, deutet sich an.
Die Wirksamkeit der Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen wurde nun um 20% auf 30 Jahre erhöht. Für die Entsorgung der Anlagen müssen wohl Rücklagen gebildet werden.
Was ist eigentlich, wenn der Betreiber seinen Steinbruchbetrieb einstellt, der doch die Grundlage der Genehmigung darstellt? Droht dann Abriss?
Stellungnahmen können noch 2 Wochen lang bei der Stadtverwaltung eingereicht werden.
In Alme: Frische hier & jetzt
Ein halbes Jahr besteht der neue Lebensmittelmarkt in Alme schon. Ca. 200 Haushalte können auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten, sich im Markt versorgen – und zwar nach Geschäftsschluss, der um 18 Uhr erfolgt, bis 22 Uhr. Das ist sogar auch an Sonn- und Feiertagen gewährleistet durch die vergebenen Türöffner-Chips, die aber nur Personen ab 21 Jahren erhalten können. Bezahlung ist dann nur mit Karte möglich.
Bald in Rösenbeck: Einkäufe an 24 Stunden/7 Tagen möglich?
Die Planungen für ein Lebensmittelgeschäft, das immer geöffnet ist, stehen kurz vor dem Abschluss. Mit Kundenkarte bzw. Personalausweis soll der Zugang zum Container-Laden erfolgen, der an der Selbstbedienungskasse endet. Personal wird nur an wenigen Stunden in der Woche zur Verfügung stehen. Über 150 Haushalte sollen über ein Abo – mindestens 20 €-Einkauf wöchentlich – ihr Interesse schon signalisiert haben, ist zu hören. Ein Kaffeeautomat und Sitzgelegenheiten könnten den Laden zum Treffpunkt der Dorfgemeinschaft erweitern. Der Bauantrag ist gestellt.
Mit Bundesmitteln kann aufgrund einer Förderungszusage der bisherige Aschenplatz in Thülen jetzt durch einen modernen Rasenplatz ersetzt werden. Bürgermeister Dr. Bartsch zeigte sich laut Pressemitteilung hoch erfreut: „Das sind sehr gute Nachrichten für Brilon, Thülen und die Region. Damit bekommen wir im Stadtgebiet einen weiteren Kunstrasen-Standort. Das wird zur Entzerrung der Trainingssituation im gesamten Stadtgebiet führen, Kinder- und Jugendmannschaften aus den umliegenden Dörfern Thülens werden dort trainieren können und der Trainingsbetrieb für die Senioren- und Damenmannschaft kann sichergestellt werden.“ Dass der SV Thülen gewährleisten muss, dass auch andere Kinder- und Jugendmannschaften dort nun verletzungsfreier trainieren können, ist erfreulich. Der städtische Anteil an den Kosten wurde nicht bekannt gegeben.