Derzeit benötigt man im Alter im Durchschnitt 1381 € Rente, um als Alleinlebender nicht als arm zu gelten. Wegen der hohen Mieten in Großstädten kann es da schon sehr knapp werden, auf dem Lande und in Kleinstädten lebt es sich etwas günstiger.
Die Partei „Die Linke“ interessierte jetzt, was man denn bei einer Lebensarbeitszeit von 45 Jahren in Vollarbeit für einen Stundenlohn verdienen muss, um diese Grenze zu erreichen. Das Arbeitsministerium hat gerechnet:
Man müsste einen Stundenlohn von 19,99 € haben, um nicht unter die Armutsgrenze zu fallen. Im letzten Jahr hatten aber 18,9 Mio. abhängig Beschäftigte (von 36 Mio.) einen niedrigeren Stundenlohn. Jedem zweiten abhängig Beschäftigten droht also Bedürftigkeit. 11,4 Mio. Menschen müssen derzeit sogar für 16 € arbeiten und werden dann nur ca. 1200 € Rente erhalten. Und der Mindestlohn soll 2027 erst auf 14,90 € erhöht werden, hat die Regierungskoalition entschieden.
Das hält die Linke für „sozialpolitisch fahrlässig“. Eine fast verharmlosende Formu-lierung. Altersarmut ist vorgeprägt, Leistung wird nicht belohnt, der Andrang an den örtlichen Tafeln wird steigen.
Dies verbreiteten FAZ-Blog und WP am 5.1.2026
