Dieser Blog ist anders:

unabhängig und anregend =

total subjektiv

Ich kannte Clemens aus den achtziger Jahren, als er noch den Bungalow bewohnte. Er gehörte zum Dunstkreis der Demokratischen Initiative, spendete mit Anita für das Buch „Juden in Brilon“, war in der BBL lange aktiv, war wie ich Gewerkschaftsmitglied. Mindestens 15 Jahre diente er der Allgemeinheit als Ratsmitglied der Stadt Brilon.

Wenn wir uns zufällig in der Stadt trafen, gab es immer etwas zu erzählen, aber auch zu schimpfen. Als Einheimischer kannte er viele Briloner Menschen und Episoden. Clemens war ein kritischer Geist, nicht einfach, aber beständig, manchmal zu konsequent.

Er sprach von mir immer als „der Graue“, mein Vorname war ihm nie geläufig. Ihm hätte gefallen, dass ich verstärkt wieder Fahrrad fahre und nun einen kommunalpolitischen Blog betreibe.

Clemens gehörte für mich zu Brilon, er war Teil des Stadtbildes. Wir sind ärmer geworden. Ich vermisse ihn.