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Kampfflugzeug oder BVB?

Kurze Stippvisite von Deutschlands beliebtesten Ministers Boris Pistorius nach Texas. Zweck war die Übergabe einer F-35A-Lightning II, dem „Ferrari unter den Bombern“ (FAZ vom 19.9.2026), an die dortigen Bundeswehrsoldaten. Bestellt sind 35 dieser Mehrzweckkampfflugzeuge „mit herausragender Tarnkappenqualität“, die nun nach und nach ausgeliefert und in der Eifel stationiert werden sollen. Wie der Vorgänger „Tornado“ kann die F-35 Atombomben transportieren und sichert so die nukleare Teilhabe. Zwar doppelt so teuer wie der fast gleich leistungsstarke Eurofigther ist die F-35 aber in neun europäischen Ländern eingeführt.

Die Kosten für den Gesamtauftrag incl. Wartung und Ersatzteile liegen bei fast 10 Mrd. Euro, pro Stück bei knapp 300.000.000 Euro, die aus dem sog. Sondervermögen, was aber nicht vorhanden ist, genommen werden sollen = Verschuldung. Was könnte man mit dem Geld an Stelle des Kaufs eines einzigen Flugzeugs machen? Den BVB kaufen: Die Marktkapitalisierung (Wert aller Aktien) des BVB liegt derzeit bei etwas über 300 Mio. Ca. 1500 Wohnungen könnten gebaut werden oder 7500 Elektroautos zu je 40.000 Euro. Wenn Sie meinen, dass 30 Flugzeuge für unsere atomare Reaktion reichen, dann können sie alle Zahlen mal fünf nehmen etc.

Nebenbei: „Bei der Air Force sank die volle Einsatzfähigkeit ihrer F-35A auf einen historischen Tiefstand. Nicht einmal ein Drittel dieser Flotte ist hier einsatzbereit.“ Gründe: Softwareprobleme, Ersatzteilmangel und Korrosion. (Flugrevue vom 15.6.2026) Wenn Sie vier Flugzeuge besitzen, ist nur ein Flugzeug einsatzbereit.