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Krankenhäuser müssen sich auch an der Einnahmenseite orientieren

Erneut bekam die Geschäftsführung des Krankenhauses in der WP vom 29.4. Raum für breites Lamentieren über das Beitragsstabilisierungsgesetz der Bundesregierung von CDU und SPD. (Siehe auch Blog-Eintrag vom 12.4.2026) Schon in den letzten Jahren musste der städtische Haushalt das Krankenhaus Maria Hilf, eine gemeinnützige GmbH, mit Millionen Euro unterstützen. Jetzt wird der betriebswirtschaftliche Druck auf die Krankenhausverwaltung, sich an den Einnahmen zu orientieren und die Ausgaben zu bremsen noch größer. Oder verlässt man sich wieder auf die Stadt?

Situation

Mit den effektiveren Behandlungen konnte die Verweildauer im Krankenhaus deutlich verkürzt werden. Weiter zunehmend kann manch ein Eingriff auch ambulant durchgeführt werden. Die Bevölkerungszahl sinkt. Der Klimawandel führt zu weniger Skiunfällen. Immerhin werden die Menschen älter und haben so mehr Zeit, krank zu werden oder Unfälle zu erleiden.

Durchdachte einfallsreiche Reaktionen?

Anstatt zu jammern, muss auf diese Entwicklung reagiert werden. Doch davon wieder keine Spur im Gespräch mit der WP. Da sieht der Geschäftsführer zwar eine „Insolvenzwelle“ kommen, aber er befürchtet nur einen „unkontrollierten Wandel“ und er macht sich plötzlich Sorgen, dass Klimaschutzprojekte nicht durchgeführt werden könnten. Und was ist die eigentliche Ursache der Misere? Der fehlende Abbau von „Bürokratie und starren Vorgaben“, fällt dem Betriebswirtschaftler nur ein. So allgemein ist das aber keine Hilfe, denn manch eine Vorgabe dient auch der Kontrolle! Welche konkreten Maßnahmen sind denn von den Verantwortlichen angedacht in Abstimmung mit den Pflegekräften und Ärzt(inn)en oder auch schon in Realisierung? Kein Hinweis! Ein konkreter Ausweg wird nur sehr vage vom Geschäftsführer angedeutet: „Lösungen findet nur derjenige, der den Mut aufbringt, die Herausforderungen der Zukunft mit Verbündeten anzupacken.“ Welche Verbündeten? Man darf gespannt sein!