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total subjektiv

Hohe Einnahmen – wenig Tiere – viel Personal

Im Strukturausschuss stellte der 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Brilon e.V. Frank Schindler das privat geführte und vom Tierschutzverein getragene Tierheim Brilon vor. Beeindruckend war die Zahl der Tiere, die gefunden bzw. abgegeben worden waren. Nicht erkennbar war, dass dies offensichtlich Jahreszahlen waren, denn die Homepage spricht demgegenüber von sehr kleinen Zahlen. Derzeit: sechs Hunde (Platz ist auch nur für höchstens 8), 10 Katzen (Platz für 50), 3 Kleintiere (Platz für 5), für die kostenpflichtige Hundepension gibt es aber weitere 6 Plätze. Die mitgebrachten Bilder zeigten gut eingerichtete Räume für Behandlung, Pflege, Futterlagerung und Verwaltung.

Die personelle Ausstattung wurde im Vortrag vergessen, ist aber sehr gut: Für die Pflege der paar Tiere sind 6 Personen beschäftigt, so die Homepage: 1 Leiterin, auch verantwortlich für die 6 Hunde; 1 stellv. Leiterin, verantwortlich auch für die Katzen, 3 Tierpfleger(innen) und 1 Auszubildende.

Wie kann das bezahlt werden? Mittels geschickter Werbung, muss man sagen. Die Städte zahlen vertraglich gesichert 2 € je Einwohner/Jahr. Konkret:

StadtEinwohnerzahl2 €/Einw.
Brilon25.424 
Olsberg15.344 
Marsberg19.555 
Hallenberg  4.500 
Winterberg12.300 
Medebach  8.643 
Willingen  7.089 
 92.855 €185.710 €

Ausweislich des Vortrages kommen weitere Geld-Spenden herein, die mindestens die gleiche Höhe haben. (Brilon gab kürzlich noch 18.000 € für die Verbesserung der Abwasseranlage des privaten Tierheims.) Zusätzlich gibt es erhebliche Futterspenden. Man kann also von mindestens ca. 400.000 € ausgehen.

Während der Bericht unseres Kämmerers zum Haushalt apathisch hingenommen wurde von den Ausschussmitgliedern und das umfangreiche Zahlenwerk keiner Nachfrage wert war, obwohl es um 7,1 Mio. Schulden in 2026 geht (vielleicht war man auch schlecht vorbereitet), gab es zur Tierheimvorstellung mindestens 10 Nachfragen – vom Gewicht der Hunde bis „welche Wünsche haben Sie?“