Stadt finanziert Behebung des Leerstands der Geschäfte
Brilon boomt – konnte man kürzlich lesen. Hintergrund war die gelungene Aktion der BWT, den Leerstand an Geschäften im Innenstadtbereich um 18 Geschäfte zu reduzieren. Optisch sicher sehr zu begrüßen, was aber nur erreicht worden ist durch starke finanzielle Unterstützung der Stadt, also auch mit meinem Steuergeld. Beispiel: Bei einer Miete von monatlich 1000 € zahlt der Geschäftseröffner 500 € – und zwar für 12 Monate. Die fehlende Miete in Höhe von 500 € wird von der Stadt gezahlt. Das wäre dann im Jahr 6.000 € Zuschuss. Dazu kommt Startkapital von der Stadt zur Einrichtung der Geschäftsräume, z.B. 2500 €.
Das halte ich teilweise für falsch und für eine Verschwendung von Steuermitteln. Ich stoße mich an der Nichtbeteiligung der Geschäftshausbesitzer. Normal ist doch, wenn ein Geschäft leer steht, dass der Besitzer sich bemüht, einen Nachfolger zu finden. Wenn das schwierig ist, versucht er über eine Verminderung der Miete, einen Mieter zu finden.
Geschäftshausbesitzer beteiligen
Ich meine, dass bei der BWT-Aktion zur Belebung der Innenstadt dies berücksichtigt werden muss. Es darf nicht sein, dass mein Steuergeld in erheblichem Umfang dem Besitzer eines Geschäftshauses geschenkt wird, ohne dass er sich mit einer Mietminderung an der Aktion beteiligt. Ich rege an, dass bei einer Alt-Miete von 1.000 € der neue Mieter weiterhin monatlich 500 € zahlt. Das aber die fehlende Summe in Höhe von 500 € sich die beiden Parteien – Hausbesitzer und Stadt -, die von der Regelung profitieren, teilen. Konkret: Die Stadt zahlt 250 € Zuschuss, wenn der Vermieter seine Mietforderung auf 750 € reduziert.
Wenn der Vermieter das wegen Reichtums nicht nötig hat anzunehmen, dann bleibt das Geschäft leer. Dann hat er auf 12×750 € = 9.000 € verzichtet.
50.000 € sparen
Wie sagt unser Kämmerer angesichts der millionenfachen Verschuldung in 2026: Es geht bei den Haushaltsberatungen nicht um „Was noch?“, sondern um „Was nicht?“ Ich spekuliere, dass bei Umsetzung meines Vorschlages pro Jahr über 50.000 € gespart werden könnten, die man sich nicht leihen muss. Allein die Zinszahlungen steigen 2026 auf 1,5 Mio. €.
Anregung: Ich bitte bei einer Auswahl von interessierten Geschäftseröffnern zu bedenken, dass jede Neuansiedlung eine negative Auswirkung auf bestehende Geschäfte ähnlicher Art hat. Jedes so neu angesiedelte Nagelstudio, jedes so neu angesiedelte Restaurant etc. hat Auswirkung auf die bestehenden Nagelstudios, Restaurants etc.
