CDU hat Regelung für Brilon-Wald wieder vertagt
In Brilon-Wald gehen an vielen Häusern zum Wochenende die Jalousien hoch, Touristen strömen ins Dorf. Im Ausschuss für Planen und Bauen wusste Wiese (SPD) von illegalen Übernachtungen, über Buchungen im Netz etc. und forderte „Regelungsbedarf“ ein. Auf der Basis einer schriftlichen Umfrage, die die CDU von der Verwaltung gefordert hatte, hatten nun 123 Bewohner für eine Festlegung der Hausnutzung für touristische Zwecke von höchstens 50% abgestimmt. 91 Stimmen waren mit „Nein“ eingegangen. Damit war eine klare Mehrheit für Einschränkung der Nutzung gegeben.
Doch die CDU machte geltend, dass die Beteiligung an der Abstimmung so gering war, denn 225 Bewohner hatten keine Rückmeldung gegeben. Als eine SPD-Frau erzählte, dass einige Bewohner die unverständliche Frage beklagt hatte, antwortete der Ausschussvorsitzende Kürmann (CDU) schnippisch: „Sie hätten doch bei der Verwaltung nachfragen können.“ Doch wer macht das? Da lässt man lieber den Zettel unausgefüllt liegen. Die FDP beharrte wie in früheren Sitzungen auf weitere Detailinformationen und forderte, die Minderheit, die keine Einschränkung der Nutzung ihrer Häuser wollte, zu schützen. Verwaltungschef Bange stellte gegenüber denjenigen aus CDU und FDP, die auf die Eigentumsrechte der Hausbesitzer pochten, klar: „Jeder Bebauungsplan ist ein Eingriff ins Eigentumsrecht.“ In der Tat, wenn ein Grundbesitzer 10 Stockwerke bauen will, aber nur 4 Stockwerke im Bebauungsplan vorgesehen sind, muss er sich anpassen. Er kann nicht machen, was er will.
Zahlreiche Anträge auf Umwidmung von Wohnraum liegen der Verwaltung inzwischen schon wieder vor. Jetzt soll die Angelegenheit aber nochmal abschließend in den Rat.
